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Sport Usedom Tolle Stimmung in der Pommernhölle
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00:00 15.05.2017
Ahlbeck

Das letzte Spiel der Saison 2016/17 in der Handballoberliga Ostsee-Spree war große Klasse. Der Tabellenfünfte, der HSV Insel Usedom, setzte sich gegen den Dritten, den Ludwigsfelder HC, in der mit 850 Zuschauern ausverkauften Pommernhölle mit 30:27 durch. Das Publikum würdigte die Spieler in den letzten drei Minuten mit stehenden Ovationen. Neben den vielen HSV-Fans sorgten auch die Ludwigsfelder Anhänger für eine ohrenbetäubende, aber immer faire Atmosphäre.

„Der HSV hat verdient gewonnen“, gestand LHC-Trainer Michael Jantzen. „Es hat riesigen Spaß gemacht, vor dieser tollen Kulisse zu spielen.“ Er und sein Team feierten mit den mitgereisten Fans stimmungsvoll den dritten Platz, während sich die Usedomer vornehmlich darüber freuten, dass sie mit Ludwigsfelde ein weiteres Spitzenteam der Liga besiegt hatten.

Mit Spielbeginn erwischten die Gäste zunächst den besseren Start. Die Insulaner waren jedoch sofort präsent und übernahmen durch Treffer von Patrick Glende und Ben Teetzen die Führung. Einmal glichen die Gäste noch aus, dann rollte die HSV-Maschine. Durch Tore von Glende, Neidel und Dübener zogen die Usedomer auf 8:4 davon. LHC-Trainer Jantzen reagierte mit einer Auszeit. Ludwigsfelde holte auf.

Das zwischenzeitliche Fehlen von Patrick Glende, der am Feldrand behandelt wurde, machte sich vor allem in der HSV-Abwehr bemerkbar. Die Gäste kamen heran und gingen mit 13:12 in Führung. Mit dem Pausenpfiff glich Glende jedoch per Siebenmeter zum 14:14 aus.

Die kurze Erholungszeit tat den HSV-Spielern gut. Gleich nach dem Wiederanpfiff gelang die 15:14-Führung. Gordon Wicht legte nach zum 16:14. Ludwigsfelde blieb zwar dran, doch die Usedomer schwammen auf einer Erfolgswelle. Besonders Patrick Biernacki zeigte, dass er sich in seinem letzten Spiel für den HSV auf besondere Weise vom Usedomer Publikum verabschieden wollte. Jetzt lief es richtig rund beim HSV. Glende traf in der 54. Minute in doppelter Unterzahl zum 27:24. Die Halle stand kopf. Mit dem 28:25 sorgte Christoph Dübener für die nötige Sicherheit. Bis zum Abpfiff hatte der HSV das Spiel sicher im Griff.

Unter großem Applaus wurden vor dem Spiel die ehrenamtlichen Helfer des Vereins gewürdigt und auch die D-Jugend der SG Vorpommern, die mit 32:0 Punkten Bezirksmeister wurde, bekam ihren verdienten Beifall.

Danach wurden zwei Akteure aus den Reihen des HSV verabschiedet. Neben Trainer Piotr Frelek verlässt auch Rückraumspieler Patryk Biernacki den HSV. Er kehrt – wie Frelek – zu seinem Heimatverein Pogon Stettin zurück. „Wir wünschen den beiden viel Erfolg bei den neuen Herausforderungen und möchten uns besonders bei Piotr für das bedanken, was er in den letzten Jahren für den Verein getan hat.

Stettin ist ja nicht so weit weg, da werden sich unsere Wege sicher einmal kreuzen“, sagte HSV-Geschäftsführer Nico Scheer.

HSV Insel Usedom: Krynski, Fornal – Biernacki 4, Glende 9/4, Loof, Teetzen 3, Witt, Wicht 2, Statkiewicz 3, Dübener 4, Neidel 5.

Siebenmeter: HSV 4/4, LHC 7/7.

Strafminuten: HSV 12, LHC 4.

Andreas Dumke

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