Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Völlig losgelöst

Zinnowitz Völlig losgelöst

Noch bis zum Ende des Sommers ist es möglich, mit dem Flyboard am Zinnowitzer Strand abzuheben

Zinnowitz. Dieser Trend ist außergewöhnlich an Usedoms Stränden: mit einem sogenannten „Flyboard“ können sportbegeisterte Urlauber und Insulaner seit diesem Sommer direkt am Strand in die Luft steigen. Der Zinnowitzer Unternehmer Mario Wanagas bietet diese exotische Aktivität am Fischerstrand (Richtung Zempin) des Ostseebades an.

Zehn Jahre nahm der heute 50-jährige Zinnowitzer Anlauf, um diesen Trendsport an den Mann beziehungsweise an die Frau zu bringen. „Es müssen viele behördliche Hürden genommen werden, bis alles einwandfrei läuft“, sagt er. Immer wieder gab es Bedanken, Einwände und Sorgen. Im Mai dieses Jahres gab es für ihn endlich grünes Licht von der Gemeinde. Dann musste alles ganz schnell gehen. „Ich brauchte unter anderem eine Unterstellmöglichkeit für den Jetski und das Material. Das war eine ziemlich harte Zeit, und der Schlaf kam da in der einen oder anderen Nacht zu kurz“, sagt er. Um so erleichterter ist Wanagas, dass heute alles funktioniert und sein Angebot von den Strandbesuchern angenommen wird.

„Der Sport ist relativ ungefährlich und für jeden Teilnehmer geeignet. Sogar das Wetter spielt keine allzu große Rolle. Eigentlich muss man nur das Gleichgewicht halten und gerade stehen können. Dann kann nichts passieren“, sagt Wanagas. Sollte man fallen, geht es nur ins kalte Nass. „Die Bretter sollten erst ab einer Wassertiefe von mindestens drei Metern übergezogen werden.“

Die Boards können den Sportler in eine Höhe von bis zu zehn Metern katapultieren. „Das hängt von der Kraft des in der Nähe befindlichen Jetskis ab“, erklärt er. Über einen 23 Meter langen Schlauch, der etwa den Durchmesser einer Untertasse hat, wird das Wasser vom Jetski in das Brett gepumpt. „Dort herrscht ein Druck von etwa zehn Bar“, sagt Wanagas. „Rein theoretisch wäre dies auch am Strand oder im Wald möglich. Hauptsache, der Wasserdruck stimmt. Wichtig ist nur das Halten des Gleichgewichts“, erklärt er wiederholend.

Die Flyboards könnten das ganze Jahr genutzt werden. „Das Wasser darf nicht gefroren sein. Sonst funktioniert die Technik mit Sicherheit das ganze Jahr“, sagt er.

Wanagas, selbst leidenschaftlicher Jetski-Fahrer, freut sich, dass er mit seinem Flyboard etwas für junge Besucher schaffen konnte. „Auch die jungen Leute wollen Action auf dem Wasser erleben“, sagt er.

Nun hofft er, gemeinsam mit vielen anderen Anbietern, dass das Wetter wieder mitspielt. „Dieser Sommer ist bisher nicht das, was man sich unter einem Sommer vorstellt.“

Ob das Angebot auch noch im nächsten Jahr bestand hat, wird im Herbst dieses Jahres von der Kurverwaltung ausführlich beraten und geprüft. „Es gibt junge Leute, denen es gefällt, und es gibt Besucher, denen es aufgrund der Lautstärke nicht gefällt“, sagt Kurdirektorin Monika Schillinger völlig wertneutral auf Nachfrage.

Hannes Ewert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Grimmen

Saisonstart am 20. August: Der Verbandsligist lässt das Ziel offen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Usedom
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.