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Sport Usedom Wolgast Vandals unterliegen ganz knapp
Vorpommern Usedom Sport Usedom Wolgast Vandals unterliegen ganz knapp
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03:50 02.07.2013
Die typische Position beim Kick-off, im Foto für die Zeitung „gestellt“. In der Angriffsformation (v. l.) stehen: Hastrit Musa (Tight End), Ole Lüdtke (Tackle), Ole Müller (Guard), Andreas Borchwardt (Center), Fabian Pörsch (Guard), Matti Marquardt (Tackle). Zweite Reihe: Paul John (Quarterback). Quelle: Sophie Sindermann
American Football

Am Samstag standen sich in der Jugend-Regionalliga Ost die „Wolgast Vandals“ und die „Chemnitz Varlets“ gegenüber. „Ich bin gespannt, wie das Spiel läuft.

Nach den letzten beiden Begegnungen wird das wohl auch eine knappe Geschichte“, war sich der Wolgaster Trainer Rene Schulze vor dem Spiel nicht ganz über den Ausgang sicher.

Die „Offense“ (Angriff) der „Vandals“ stand nach dem „Kick off“ auf dem Platz. Jedoch musste sie den Ball recht schnell wieder abgeben. Sie hatten es in vier Versuchen nicht geschafft, mit dem Ball einen Raumgewinn von zehn Yards zu erzielen. Somit musste die Defense (Verteidigung) weitermachen. Der Angriff der „Varlets“ und die Verteidigung der „Vandals“ zeigten schon zu Beginn ein schnelles und hartes Spiel, bei dem den „Knappen“ aus Chemnitz mehrmals der Raumgewinn gelang, die „Vandals“ aber mit einigen harten Kontakten kontern konnten. Die Chemnitzer blieben bei ihrem Versuch, ein Fieldgoal zu erreichen, also den Ball zwischen die beiden Torstangen zu schießen und dafür drei Punkte zu erhalten, ohne glücklichen Abschluss.

Die Angespanntheit beider Teams war spürbar: Es folgten einige Strafen, die durch Fehlstarts verursacht wurden. Chemnitz musste das Ballrecht unfreiwillig abgeben. Beim sogenannten Snap (wenn der Quarterback das „Ei“ übergeben bekommt) entglitt den Spielern der Ball und es kam zu einem Fumble. Ein Fumble ist ein freier Ball — das Team, das den Ball zuerst in die Finger bekommt, hat Ballrecht.

Der Wolgaster Carl Wolff eroberte ihn in diesem Fall. Kurz vor der Halbzeitpause setzte Chemnitz wieder zu einem Fieldgoal an, dieses Mal mit Erfolg. „Ich habe selten so ein spannendes Spiel gesehen.

Beide Teams befinden sich auf Augenhöhe. Ich bin gespannt, wie es weitergeht“, so Schulze in der Pause.

„Vandal“-Spieler Hastrit Musa trug den Ball mit einem sehr schnellen Lauf in die Endzone der „Varlets“. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Die Schiedsrichter hatten ein Foul gepfiffen. Nur kurze Zeit später konnte Wolgast doch noch Punkten. Mit einem Safety konnte Wolgast zwei Zähler erzielen. Ein Safety ist das Niederringen des Ballträgers in dessen Endzone.

Das Spiel hatte an Spannung nichts verloren, es war bis weit in die zweite Hälfte sehr ausgeglichen. „Ich habe es noch nie erlebt, dass unsere Zuschauer so mitfiebern“, freute sich Schulze über die Aufmerksamkeit der Wolgaster Fans. Die Offense der „Vandals“ stand kurz vor der gegnerischen Endzone als Quarterback Paul John sich entschloss, durch einen „Quarterback Sneak“ selbst in die Endzone zu laufen. Das ist ein sehr kraftraubender Spielzug, wo alle Spieler der Offense versuchen, das gegnerische Team mit aller Kraft nach hinten zu schieben.

Der erste Touchdown in diesem Spiel ging somit an die Wolgast „Vandals“. Dazu gehört, dass das erfolgreiche Team einen weiteren Versuch erhält, um Extrapunkte zu erzielen. So bringt ein Schuss durchs Tor einen Punkt, und wenn der Ball erneut in die Endzone gebracht wird, gibt es zwei. Runningback Alexander Kunze-Voß konnten in diesem Fall zwei weitere Punkte erzielen.

Die Chemnitzer waren somit im Ballbesitz. Auch sie konnten neun Sekunden vor Spielende punkten. Auch die beiden Extrapunkte holten sie sich. Somit trennten sich beide Teams mit einem Ergebnis von 10:11. „Ich bin überwältigt. Das war ein klasse Spiel, meine Jungs können stolz auf sich sein. Auch wenn wir verloren haben, haben wir doch endlich gezeigt, dass wir auch guten Football spielen können“, sagt Trainer Rene Schulze.

Am kommenden Samstag geht es schon zum Rückspiel nach Chemnitz. Beide Teams sind schon gespannt und freuen sich auf diese Partie.

Philipp Dinse

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