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Zweimal Gold bei Kraftdreikampf-EM

Zinnowitz Zweimal Gold bei Kraftdreikampf-EM

Marco Lamprecht und Conny Händel setzen sich gegen starke internationale Konkurrenz durch

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Marco Lamprecht (l.) und Conny Händel – hier mit einer leichten Übung – wollen nächstes Jahr bei der WM starten.

Quelle: Foto: Wolfgang Dannenfeldt

Zinnowitz. . Die Reise ins österreichische Telfs (bei Innsbruck) zu den Kraftsport-Europameisterschaften hat sich für die beiden Schwerathleten des SV Eintracht Zinnowitz, Marco Lamprecht und Conny Händel, gelohnt. Beide kehrten als Titelträger zurück. „Unser Ziel war es zunächst, gegen die starke Konkurrenz in die Medaillenränge zu kommen. Dass es am Ende gleich zwei Titel wurden, freut uns umso mehr“, sagt Lamprecht.

Der 44-jährige Zinnowitzer begann beim Powerlifting (Kraftdreikampf) in der Gewichtsklasse bis 110 Kilogramm in seiner Schokoladendisziplin mit der Kniebeuge und schaffte auf Anhieb 270 Kilogramm.

Damit hatte der als Physiotherapeut arbeitende Schwerathlet sofort die Führung übernommen. Seine ärgsten Konkurrenten aus Ungarn und Tschechien brachten 30 Kilogramm weniger in die Wertung. „Das war für mich schon Motivation genug, nicht locker zu lassen, sondern weiterhin richtig ranzuklotzen“, sagt Lamprecht.

In der nachfolgenden Disziplin, dem Bankdrücken, ließ er sich 147,5 Kilogramm auf die Hantelstange schrauben und bewältigte diese Last im zweiten Versuch. Als „Lampe“, wie ihn seine Freunde nennen, abschließend im Kreuzheben 265 Kilogramm schaffte, war ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. Zwar lag der Insulaner damit unter seiner persönlichen Bestleistung von 730 Kilogramm, zeigte sich aber dennoch zufrieden.

„Immerhin habe ich im Dreikampf eine Gesamtlast von 682,5 Kilogramm bewältigt. Damit habe ich mein derzeitiges Leistungsvermögen abgerufen“, sagt Lamprecht. „Viel wichtiger ist aber der Europameistertitel.“ Und den hat er nun schon zum dritten Mal innerhalb von neun Jahren geholt.

Auch Conny Händel ist überglücklich. Der 49-jährige aktuelle Deutsche Meister im Kreuzheben (Gewichtsklasse bis 82,5 Kilogramm) heimste gleich bei seinem ersten internationalen Wettkampf Gold ein.

Die 190 Kilogramm im Kreuzheben, im zweiten Versuch erzielt, überbot keiner seiner ärgsten Rivalen aus Österreich. „Das ist Wahnsinn“, sagt Händel. „Das ist ein absoluter Höhepunkt in meiner Laufbahn“, jubelt der in Wolgast wohnhafte Muskelmann mit stolzgeschwellter Brust. Und auch Lamprecht freut sich für seinen Trainingskameraden: „Ganz toll. Conny hat super gekämpft und sich in einer doch stressigen Atmosphäre nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

Für beide Sportler steht fest, dass die Titelkämpfe in den Tiroler Alpen auf ordentlichem Niveau stattgefunden haben. „Die Halle war gut hergerichtet und die Versorgung stimmte. Die Gastgeber haben ganze Arbeit geleistet und der Veranstaltung einen würdigen Rahmen gegeben“, sagt Lamprecht. Er bemängelt aber auch, dass in Telfs, im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Events, nur wenige Besucher zugegen waren. „Hauptsächlich waren es Betreuer und Sportler, die gerade Wettkampfpause hatten“, sagt Lamprecht. „Sicherlich hätten ein paar mehr Zuschauer dem Wettkampf gut getan, doch dafür war das anwesende Publikum um so sachkundiger und spendete viel Beifall.“

Für die beiden erfolgreichen Schwerathleten war Telfs nur eine Zwischenstation auf dem Weg zur Weltmeisterschaft, die im kommenden Jahr entweder in Georgien oder in der Slowakei stattfindet. „Wenn wir da etwas bestellen wollen, müssen wir in Bestform sein. Ab August wird mit der Vorbereitung begonnen, doch jetzt wird erst mal Pause gemacht und der Sieg ein wenig ausgekostet“, so der Zinnowitzer Hüne.

Wolfgang Dannenfeldt

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