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Zwischen Enduro-EM, Pisa und Maranello

Donoratico/Wolgast Zwischen Enduro-EM, Pisa und Maranello

Wolgaster Gerrit Helbig fuhr im italienischen Donoratico an EM-Punkten vorbei

Donoratico/Wolgast. Es ist nicht ganz so gelaufen, wie es sich Geländefahrer Gerrit Helbig vorgestellt hat. Beim Auftakt zur Enduro-Europameisterschaft im italienischen Donoratico belegte der Wolgaster in seiner angestammten Klasse E 3, der stark besetzten hubraumstärksten, die Ränge 21 und 18 und blieb damit außerhalb der Punkte, die bis zum 15. Platz vergeben werden. Doch davon lässt sich das Nordlicht nicht beeindrucken. „Wir hatten eine ganze Reihe von Fahrern aus der Weltmeisterschaft in unserer Klasse. Von daher muss man das Resultat relativieren. Trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden. Ich hatte mir mehr erhofft“, bilanzierte der im thüringischen Jena geborene, aber seit jeher in Wolgast lebende Motorsportler.

Nach dem siebten Platz im Vorjahr lag die Messlatte hoch. „Mein Fokus liegt natürlich darauf, weitere internationale Erfahrungen zu sammeln und einen Platz in den Top Ten in Europa anzustreben beziehungsweise zu verteidigen. Da erfahrungsgemäß die Creme de la Creme, also die Vollprofis, eine Reihe von Wettkämpfen in der EM auslassen, erscheint dieses Ziel durchaus realistisch. Dabei ist eine Veranstaltung wie in der Toskana am Wochenende für einen Hobbyfahrer mit enormem Aufwand verbunden, aber auch mit Annehmlichkeiten.“ Zwei Seiten der Medaille eben. In der nationalen Meisterschaft, die am Wochenende im nordsächsischen Dahlen (bei Torgau) beginnt, wird Gerrit Helbig nach wie vor vom Team des Ex-Welt- und Europameisters Harald Sturm aus der erzgebirgischen MZ-Stadt Zschopau, der Endurohochburg in Deutschland schlechthin, betreut. International dagegen sieht es etwas anders aus. Die Anreise erfolgte mit einem Multivan von einem Elektromeister und Motorsportfan aus Greifswald, der Helbig begleitet und unterstützt. „Betreut werde ich vor Ort vom Team KTM GST Berlin, das auch mein Motorrad mit dem Lkw zu den Rennen mit- und den kompletten Support vor Ort übernimmt. Über diese Unterstützung bin ich genauso dankbar wie meinen Greifswalder Freunden, da es nicht nur familiär sondern auch leistungsorientiert professionell zugeht“, erklärt der 28-Jährige, der beruflich nach wie vor bei einem gefragten Yachthersteller der Region arbeitet. Schließlich braucht es auch ein geordnetes Umfeld, wenn wie zum Beispiel zum Auftakt der Enduro-EM nur eine Strecke bis in die italienische Toskana nach Donoratico rund 1700 Kilometer beträgt. „Wir verbinden einfach bei solchen weiten Reisen den Wettkampf mit ein paar Tagen Entspannung“, freute sich der Geländefahrer am Montagabend nach dem Besuch von Pisa auf das Ferrari-Museum in Maranello, dem Mekka der Formel 1; je nachdem, ob man silber oder rot bevorzugt. Auch die Unterkunft in einem Wellness-Ressort am Mittelmeer sei optimal gewesen. „Wenn man gute Leistungen bringen will, muss das Umfeld stimmen. Ich werde jedenfalls weiter hart trainieren, um meine Saisonziele zu erreichen“, gibt sich Helbig die Richtung vor. Und schon am Wochenende kann er das unter Beweis stellen, wenn die Deutsche Enduromeisterschaft in Dahlen beginnt. Die will das Nordlicht im sächsisch geprägten Enduroland unter den Top-Sechs beenden.

Von M. Heinke

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