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Zydron lässt Usedom jubeln

Zydron lässt Usedom jubeln

Handballer bezwingen Füchse II mit 30:29 / Ben Teetzen kehrt zum HSV zurück

Ahlbeck. Nico Heidenreich war sichtlich erleichtert. „Der Sieg war Balsam für die Seele — für die Mannschaft und für die Zuschauer“, meinte der Geschäftsführer des Handball-Drittligisten HSV Insel Usedom nach dem dritten Saisonerfolg. Held des gestrigen Abends war Wojciech Zydron. Der Pole hatte mit 14 Treffern maßgeblichen Anteil am 30:29 (15:12)-Heimerfolg über die zweite Mannschaft der Füchse Berlin.

Vor 400 Zuschauern in der Pommernhalle Ahlbeck war das Bemühen der Gastgeber, sich mit Anstand aus der dritten Liga zu verabschieden, von Beginn an spürbar. Der HSV stand in der Abwehr sicher.

Dahinter glänzte Torhüter Lech Krynski, der auch den letzten Wurf entschärfte. „Seine Paraden haben uns die nötige Sicherheit gegeben“, meinte Heidenreich.

Nach der Pause enteilte der HSV auf 18:14 (35.) und 26:21 (50.). Die Partie schien gelaufen, doch urplötzlich war der Drittletzte wieder dran (25:26/53.) und gab damit das Startsignal für eine an Spannung und Dramatik kaum zu überbietende Schlussphase. Es ging heiß zu, doch Zydron behielt kühlen Kopf. Der Pole verwandelte einen Siebenmeter zum 29:28, Leow setzte noch einen drauf — 30:28. Der Rest ging im Jubel unter. „Der Sieg war verdient, weil wir die bessere Mannschaft waren“, meinte Heidenreich, der morgen auf ein weiteres Erfolgserlebnis hofft. Dann ist der SV Mecklenburg-Schwerin (19.00 Uhr) in der Pommernhalle zu Gast.

Das Team aus der Landeshauptstadt hat am vorletzten Spieltag mit einem 28:23 über Bernburg (7.) den Klassenverbleib perfekt gemacht. Vielleicht kommt das den Usedomern entgegen, die mit einem weiteren schönen Spiel für einen versöhnlichen Saisonabschluss sorgen können.

Verabschiedet werden auch einige Spieler. Zudem wird, wie zum Abschluss jeder Spielzeit, der Liebling der Fans geehrt.

Schon vor dem Ende dieser Saison sind die Verantwortlichen dabei, dem ersten Team des HSV ein „neues Gesicht“ zu geben. „Wir haben uns schon jetzt Gedanken gemacht, wie wir uns in der Oberliga, der Ostsee-Spree-Liga, im kommenden Jahr darstellen wollen“, sagt HSV-Geschäftsführer Nico Scheer. „Es wäre vermessen, zu fordern, gleich wieder aufzusteigen. Das ist nicht zwingend unser Ziel. Wir wollen aber zu den Top fünf der Liga gehören. Erst wenn wir uns konsolidiert haben — wirtschaftlich und sportlich — werden wir wieder höhere Ziele ins Auge fassen.“

Den Verantwortlichen der HSV-GmbH ist es gelungen, mehrere Spieler zu halten. Einige Verträge wurden bereits verlängert. So bleiben Torhüter Patrick Petersen sowie Patrick Glende, Gordon Wicht, Christoph Dübener und Christopher Neidel. Aus dem Nachwuchsbereich wird Nils Witt in die Mannschaft kommen. Weitere junge Spieler sollen in die Mannschaft eingebaut werden.

Es gibt eine weitere personelle Veränderung: Nach viereinhalb Jahren Abwesenheit kehrt Ben Teetzen (28), der in Leipzig studiert hat und in Wolfen und Greifswald handballerisch aktiv war, auf die Insel Usedom zurück. Er wird auf der Linksaußen-Position spielen. „Ich freue mich auf das Publikum in der Pommernhalle und möchte helfen, den HSV wieder in ruhigere Fahrwasser zu bringen“, sagt Teetzen. Zudem wurden mit Torhüter Lech Krynski und zwei weiteren polnischen Spielern (Dawid Nowomiejski und Mateusz Fornal) Verträge verlängert beziehungsweise neu abgeschlossen (OZ berichtete). Der gestrige Auftritt stimmt für die Zukunft optimistisch.

HSV Insel Usedom: Krynski, Petersen — Witt, Glende 6, Frelek, Neidel 2, Leow 2, Wicht 1, Kicinsky 2, Wolski 2, Dübener, Müller 1, Zydron 14/4.

Siebenmeter: Usedom 6/5, Füchse II 8/4.

Strafminuten: Usedom 6, Füchse II 8.

Von Stefan Ehlers, Ralf Edelstein und Andreas Dumke

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