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Usedom Sportfest der Gymnasien Vorpommerns ist gesichert
Vorpommern Usedom Sportfest der Gymnasien Vorpommerns ist gesichert
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00:00 27.04.2016
Greifswald

Am 14. September wetteifern 18 Schulen um den Titel „Sportlichstes Gymnasium Vorpommerns“ in Greifswald. Das verkündete Sportamtsleiterin Carola Felkl am Montagabend auf der Sitzung des Sozialausschusses der Greifswalder Bürgerschaft.

Der Hintergrund: Mit Schreiben vom 18. April hatte der Stadtsportbund Greifswald den Schulleitern und Landräten mitgeteilt, dass das 16. Sportfest der vorpommerschen Gymnasien ausfällt. Als Grund geben die Unterzeichner, Vorsitzender Bernt Petschaelis und Vorstandsmitglied Reinhard Bartl, den Streit um eine Geschäftstelle des Kreissportbundes an. Den hat die Kreisstadt verloren. Mit der Folge, dass es ab September in der Hansestadt keinen hauptamtlichen Ansprechpartner mehr für die 13000 Greifswalder Sportler gibt. Alle Mitarbeiter des Kreissportbundes sind dann in Anklam zu finden.

„Als Konsequenz werden die das Sportfest tragenden Greifswalder Vereine und wir den Kreissportbund, der sich nun auch noch als Träger dieses in Greifswald historisch gewachsenen und in Deutschland einmaligen Sportfestes sieht, nicht mehr unterstützen“, heißt es in dem Brief.

Es war nicht das letzte Wort. Der Kreissportbund werde nun gemeinsam mit Vereinen trotzdem das Fest der vorpommerschen Gymnasien organisieren, stellte Felkl unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Kreisportbund fest. „Es gibt Vereine, die das unterstützen“, sagte die Amtsleiterin. „Ich bin sehr glücklich, dass wir eine Lösung gefunden haben.“ Differenzen zwischen den Sportbünden dürften nicht zu Lasten der Kinder ausgetragen werden.

Wie Thomas Plank, Geschäftsführer des Kreissportbundes, auf Nachfrage der OZ informierte, werde der Vorstand am 2. Mai die weiteren Schritte beraten. Die Finanzierung sei gesichert. „Der Fußballbund des Kreises unterstützt das Sportfest“, stellte Plank fest. Weitere Vereine werde er ansprechen.

Reinhard Bartl zeigte sich auf der Sitzung des Sozialausschusses enttäuscht und entrüstet, dass er erst auf dieser Zusammenkunft von den Verhandlungen der Verwaltung mit dem Kreissportbund erfahren habe. Die Greifswalder Leichtathleten, Volleyballer, Basketballer und Fußballer würden das Sportfest der Gymnasien 2016 nicht unterstützen, betonte er. Auf der Sitzung musste Bartl dann allerdings ordentlich Prügel von den Ausschussmitgliedern einstecken. „Wie kann man so einen blöden Streit auf dem Rücken von 1000 Schülern austragen“, kritisierte Rita Duschek (Linke). Statt „bockig wie ein kleines Kind zu sein“, solle der Stadtsportbund Größe beweisen und trotzdem alles für das Sportfest tun. Ähnlich äußerten sich Nikolaus Kramer (AfD), Gamal Khalil (Bürgerliste) und Christoph Oberst (Grüne).

Letzterer schlug vor, ein Mediationsverfahren zur Beilegung des Streits von Stadt- und Kreissportbund zu versuchen. Das habe keinen Zweck, meinte die Ausschussvorsitzende Mignon Schwenke (Linke). Das hätten Kreissozialdezernent Dirk Scheer (parteilos) und sie vergeblich versucht. „Es liegt an den handelnden Personen.“

Sie sei froh, dass die Verwaltung sich für das Sportfest der Gymnasien einsetze. Mit Blick auf die Bestrebungen des Stadtsportbundes, in Greifswald künftig eine eigene Geschäftstelle mit Unterstützung der Stadt einzurichten, sei das Vorgehen der Mannschaft von Bernt Petschaelis kontraproduktiv, so Schwenke. Persönlich halte sie dieses Anliegen für gerechtfertigt.

Von Eckhard Oberdörfer

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