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Usedom Spundwand erhält Vorbau aus Beton
Vorpommern Usedom Spundwand erhält Vorbau aus Beton
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01:11 17.04.2018
Berufstaucher Brendan Price (r.) bereitet seinen Kollegen Detlef Gerstenberg auf den nächsten Tauchgang an der Brücke vor. Quelle: Fotos: Tom Schröter
Wolgast

Mit etwas Verzögerung wegen des langen Winters haben in Wolgast die vorbereitenden Arbeiten zur Instandsetzung der festlandseitigen Spundwand unterhalb der Peenestrombrücke begonnen. Mitarbeiter der Bautaucherei und Bergungsbetrieb GmbH aus Barth waren gestern dabei, an der aus Stahllarsen bestehenden Uferspundwand einen Senkkasten anzubringen. Der Kasten soll, stetig abgepumpt, den Wasserbauern später als Arbeitsraum dienen und ihnen einen trockenen Zugang zur Baustelle verschaffen.

Spezialisten aus Barth bereiten Erhaltungsarbeiten unter der Wolgaster Peenestrombrücke vor

Berufstaucher der Barther Firma haben zuvor die Spundwand in Augenschein genommen und festgestellt, dass diese im Bereich der Wasserlinie durch Korrosion und Ablagerungen besonders beansprucht wurde.

„Die Steinpackungen und das Geotextil an der Sohle sind dagegen in einem guten Zustand, so dass die Wand vor Auskolkungen geschützt ist“, berichtete Berufstaucher Detlef Gerstenberg. Um drohenden größeren Schäden des Bollwerks im Bereich der Wasserlinie vorzubeugen, sollen Betonplatten davorgesetzt und an der Wand entsprechend befestigt werden. Das Anbringen der dafür benötigten Halterungen und den Anbau der Platten übernimmt später das Bauunternehmen Jürgen Martens GmbH aus Schwerin-Wittenförden.

Wie berichtet, waren in den Jahren 2013/2016 diverse Schäden an der 1996 gebauten Wolgaster Peenestrombrücke festgestellt worden, die nun eine Instandsetzung des Gesamtbauwerkes nach sich ziehen. Die Instandsetzung der Spundwand und des Spundwandholmes am Widerlager Wolgast ist Bestandteil des 1. Bauabschnittes. Laut Jens Krage, Leiter des federführenden Straßenbauamtes Neustrelitz, sind bis Ende Juni 2018 zudem die Betoninstandsetzung der Unterbauten, das Aufbringen eines neuen Anti-Graffiti-Systems an den Widerlagern, die Erneuerung des Vogeleinflugschutzes an den Widerlagern, Fugeninstandsetzungen sowie eine Untersuchung der Ablagerungen auf dem Waagebalken vorgesehen.

Die im 1. Bauschnitt zu erledigenden Arbeiten, die etwa 1,1 Millionen Euro kosten, haben nur geringe Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr. „Im Wesentlichen kommt es zu Einschränkungen unterhalb der Brücke. Diese betreffen die Zufahrten beziehungsweise Wege vor den Widerlagern sowie die Bundeswasserstraße. Der Verkehr auf der Brücke wird aufrechterhalten“, heißt es von Seiten der Neustrelitzer Behörde.

Anders stelle sich dies in den Bauabschnitten 2 und 3 dar. Der 2. Abschnitt – Arbeiten an den Fahrbahnübergängen, an allen Geländern des Bauwerks, der Fahrbahn sowie den Geh- und Radwegen – der laut Amtsleiter Krage voraussichtlich ab Ende 2018/Anfang 2019 umgesetzt wird, sei hingegen mit zeitweiligen Einschränkungen des Verkehrs auf der Brücke verbunden. Der 3. Bauabschnitt schließlich umfasst Korrosionsschutzarbeiten an der gesamten Brücke. Während der Bauzeit in den Jahren 2020/21 werde es ebenfalls zu Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen.

Tom Schröter

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