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Usedom St. Gertrud in Wolgast soll auch kultureller Treffpunkt bleiben
Vorpommern Usedom St. Gertrud in Wolgast soll auch kultureller Treffpunkt bleiben
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00:00 02.11.2016

Die St.-Gertrud-Kapelle auf dem Alten Friedhof an der Wolgaster Feldstraße soll künftig in vielfältiger Weise genutzt werden. Dies gehe aus dem Nutzungskonzept hervor, das inzwischen fast fertig sei, wie Uwe Quosdorf als Vorsitzender des federführenden Fördervereins mitteilt, der sich um das wertvolle Wolgaster Denkmal kümmert. „Es soll eine Nutzung auf drei Ebenen geben“, so Quosdorf. „Erstens für kirchliche Zwecke, zweitens für kulturelle Veranstaltungen und drittens als Denkmal.“ Der 61-jährige Karlshagener betont, dass sowohl die beschränkten räumlichen Bedingungen als auch die Umgebung des Sakralbaus den Lesungen, kleinen Konzerten oder Ausstellungen gewisse Grenzen setzten, was unbedingt zu beachten sei.

„Nach seiner Fertigstellung“, so kündigte Quosdorf an, „wollen wir das Nutzungskonzept an die Stadt übergeben.“ Die Konzeption sei notwendig, um die beabsichtigte aufwendige Innensanierung von St.

Gertrud zu rechtfertigen. Der Vereinsvorsitzende ist zuversichtlich, dass die Sanierungsarbeiten 2017 anlaufen werden. Bereits Ende 2015 hatte Landes-Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) Finanzhilfen von 240000 Euro aus dem „Kirchenprogramm 2015“ für die Kapelle in Aussicht gestellt. Die Stadt will als Eigentümer des zwölfeckigen Bauwerks Eigenmittel in Höhe von 160000 Euro beisteuern. Gedacht ist das Geld unter anderem für das Beheben von Mauerwerks- und Fundamentschäden und für die Neugestaltung von Wegen zur und um die St. Gertrud-Kapelle.

„Ich bin guter Hoffnung, dass die Sanierungsarbeiten im nächsten Jahr starten können“, sagt Vizebürgermeisterin Gisela Kretschmer. „Die Voraussetzung dafür ist aber, dass, neben dem Nutzungskonzept, auch eine denkmalpflegerische Zielstellung vorliegt.“ Deren Erarbeitung habe die Stadt ausgeschrieben. Allerdings, so fügte Gisela Kretschmer hinzu, gebe es in Mecklenburg- Vorpommern nur wenige Fachleute, die sich an ein derart ambitioniertes Vorhaben wagten.

Dass St. Gertrud eine Faszination auf Wolgaster und Gäste ausübt, wurde am Aktionstag anlässlich des Reformationstages am Montag deutlich, als die Stadt und der Förderverein zu Führungen, Imbiss und musikalischen Darbietungen einluden. Auch eine vom Metallrestaurator Wolfgang Hofmann und von der Steinmetzfirma Lada gesponserte Hinweistafel auf das nahe Lapidarium wurde an diesem Tage enthüllt.

Gut besucht waren zum Beispiel die Rundgänge über den Friedhof, die von der Rostocker Kunsthistorikerin Dr. Anja Kretschmer angeboten wurden. In ihrer Rolle als „Schwarze Witwe“ machte sie ihre aufmerksamen Zuhörer mit einstigen Bestattungsbräuchen und damit verbundenem Aberglauben vertraut.

Tom Schröter

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