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Usedom Stadt Lassan schätzt sich als zukunftsfähig ein
Vorpommern Usedom Stadt Lassan schätzt sich als zukunftsfähig ein
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02:20 17.05.2017
Das Schweriner Innenministerium fordert von den Gemeinden eine Selbsteinschätzung ihrer Zukunftsfähigkeit. Auch die Stadt Lassan (i.B.) unterzog sich der Bewertung. Bis zum 31. Oktober müssen auch die übrigen kleinen Amtsgemeinden den Selbstcheck durchführen. Quelle: Foto: Wohnungsgenossenschaft Wolgast

Die Stadt Lassan beantwortet die Frage nach ihrer Zukunftsfähigkeit als selbstständige Kommune mit einem Ja. Die inklusive ihrer Ortsteile 1518 Einwohner (Stand:

Gemeinde-Leitbildgesetz

die Akzeptanz von freiwilligen Zusammenschlüssen erhöhen. Schließen sich beispielsweise drei Gemeinden zu einer zusammen, können Fusions- und Konsolidierungszuweisungen zwischen 400000 und 1,6 Millionen Euro gewährt werden – je nach Schuldenstand der fusionierenden Gemeinden.

Weitere Infos: www.regierung-mv.de

2015) zählende Kleinstadt stützt sich dabei auf eine Selbsteinschätzung gemäß dem Gemeinde-Leitbildgesetz. Auf die Lassaner Stadtvertreter kam die Aufgabe zu, Indikatoren zu mehreren Themenbereichen zu beurteilen, die für eine funktionierende kommunale Selbstverwaltung als wesentlich gelten. Hierzu zählen die Qualität und Quantität der Aufgabenwahrnehmung, die Vitalität und Verbundenheit der örtlichen Gemeinschaft, der Zustand der örtlichen Demokratie und die dauerhafte finanzielle Leistungsfähigkeit.

Die maximal zu erreichende Gesamtpunktzahl beträgt 100. Liegt die Punktzahl über 50, kann grundsätzlich von einer Zukunftsfähigkeit der Gemeinde ausgegangen werden. Lassan erzielte 60 Punkte, so dass ein eigenständiges Fortbestehen der Stadt als gegeben angesehen und keine Fusion mit einer Nachbargemeinde als zwingend erforderlich erachtet wird.

Bekanntlich leidet Lassan permanent unter Finanznot. Die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt ist dauerhaft weggefallen und die Steuerkraftmesszahl je Einwohner liegt mit 399,62 Euro weit unter dem MV-Landesdurchschnitt von 577,23 Euro. Bei der Bewertung der finanziellen Leistungsfähigkeit schnitt die Stadt deshalb auch mit null von neun möglichen Punkten denkbar schlecht ab.

In anderen Bereichen hingegen konnte die Stadt am Peenestrom sehr gut punkten. Dies betrifft zum Beispiel die örtliche Schulstruktur, das Vorhandensein einer technisch gut ausgestatteten und durchgehend einsatzbereiten Feuerwehr, Kultur- und Sport- sowie spezielle Angebote für Senioren, Kinder und Jugendliche. Auch in Sachen ehrenamtliches Engagement sammelte die Stadt wichtige Zähler auf ihrem Punktekonto. In diesem Bereich, in dem es auf die Impulsgebung durch die Einwohnerschaft ankommt, können die Lassaner mit Festen, Flohmärkten und Arbeitseinsätzen auf eine hohe Anzahl an Aktivitäten verweisen. Mit Hafenfest, Ortsteilfest und der jährlichen Ferienpass-Aktion, dank der den Kindern während der Sommerferien eine sinnvolle Freizeitgestaltung ermöglicht wird, werden zudem ortsteilübergreifend breite Zielgruppen jeden Alters erreicht, was sich in der Beurteilung ebenfalls positiv niederschlägt.

Hinzu kommen das rege vielfältige Lassaner Vereinsleben und nach wie vor vorhandene Begegnungsstätten für Einheimische und Gäste, wie zum Beispiel Bäcker, Friseur, Apotheke, Edeka-Märkte samt Postfiliale, Ackerbürgerei, Schützenverein, Arztpraxen, die St. Johannis-Kirche und das Klein Jasedower Klanghaus. Bei der Zuzugsrate hingegen brachte es die Stadt mit lediglich elf pro 100 Einwohnern auf nur einen von vier Bewertungspunkten. Der Zustand der örtlichen Demokratie wurde mit fünf von sechs möglichen Punkten eingeschätzt.

Bis zum 31. Oktober dieses Jahres müssen die Selbsteinschätzungen der kleineren Kommunen des Amtes Am Peenestrom vorliegen. Auch Krummin, Lütow, Sauzin, Zemitz und Buggenhagen haben sich dem Selbstcheck zu unterziehen.

Tom Schröter

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