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Stadt soll Chefgehälter der Tochterfirmen offenlegen

Greifswald Stadt soll Chefgehälter der Tochterfirmen offenlegen

Jetzt geht‘s ans Eingemachte: Andreas Kerath, SPD-Fraktionschef in der Greifswalder Bürgerschaft, fordert offenzulegen, wie viel die Geschäftsführer der städtischen ...

Greifswald. Jetzt geht‘s ans Eingemachte: Andreas Kerath, SPD-Fraktionschef in der Greifswalder Bürgerschaft, fordert offenzulegen, wie viel die Geschäftsführer der städtischen Beteiligungsgesellschaften verdienen.

Konkret geht es um solche Greifswalder Unternehmen wie die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (WVG), die Stadtwerke, das Biotechnikum und das Technologiezentrum oder auch die ABS (Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung). „Wir wollen mehr Transparenz schaffen und die Bruttogehälter öffentlich machen. Die Bürger sollen wissen, wofür Steuergelder ausgegeben werden“, argumentiert Kerath. Dabei beruft er sich auf die 2011 geänderte Kommunalverfassung des Landes, die eine Offenlegung der Gehälter vorsieht.

In Greifswald sei bislang nur „für jeden nachzulesen, wie viel der Theaterintendant verdient“, moniert Kerath. Es werde daher Zeit, dies auch für die anderen Geschäftsführerposten zu tun und damit gesetzeskonform zu agieren. Und in der Tat: Bürgerschaftsabgeordnete können, sofern sie den letzten Jahresabschluss des Theaters Vorpommern aus 2013 studieren, das Geschäftsführergehalt finden:

Demnach bekam Dirk Löschner 115890 Euro.

Welche Bezüge hingegen Klaus- Peter Adomeit erhält, ist bis jetzt geheim. Er ist nicht nur WVG-Geschäftsführer, sondern auch Chef der Tochterunternehmen DLG (Dienstleistungsgesellschaft) sowie PGS (Projektgesellschaft Stadt Greifswald) mit zusammen rund 170 Mitarbeitern. Ab Frühjahr will er außerdem das Zepter der neu zu gründenden Gesellschaft für Sozial-, Pflege- und Hilfsdienstleistungen (SoPHi) übernehmen. „Das bedeutet aber nicht, dass ich mehrfach Bezüge erhalte. Ich bin nur einmal als Geschäftsführer angestellt“, sagt Adomeit auf OZ-Anfrage, ohne eine Zahl nennen zu wollen. „Ich finde, die hat in der Zeitung nichts zu suchen.

Unbekannt ist bislang auch, welches Gehalt Thomas Prauße bezieht. Der Stadtwerke-Geschäftsführer wechselte vor zwei Jahren von Leipzig nach Greifswald: Sein Vertrag bei den Stadtwerken Leipzig wurde aufgrund von internen Querelen zunächst nicht verlängert, später fristlos gekündigt. Laut OZ-Information gab es zudem mit dem alten Arbeitgeber Streit um Bonizahlungen. Praußes Kollege in der Landeshauptstadt Schwerin erhält übrigens 270 000 Euro pro Jahr. Eine stattliche Summe im Vergleich zum dortigen Zoodirektor, der 62000 Euro verdient. Schwerin ist bei der Offenlegung von Gehältern Vorreiter im Land — im Gegensatz zu den meisten Kommunen in MV, die sich über die Daten ausschweigen.

 



Petra Hase

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