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Usedom Standesbeamtin setzt sich in Rechtsstreit durch
Vorpommern Usedom Standesbeamtin setzt sich in Rechtsstreit durch
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00:00 29.06.2016

/Stralsund. Die Leiterin des Heringsdorfer Standesamtes soll weiter ihre Arbeit machen dürfen. Vor dem Arbeitsgericht in Stralsund einigten sich die Parteien gestern darauf, dass Regina Zühlke am Freitag ihre Tätigkeit fortsetzen kann.

Marcus Strömich

Hintergrund ist ein seit Anfang des Jahres währender Rechtsstreit zwischen der Gemeindeverwaltung und der Mitarbeiterin. Wegen interner Differenzen war Regina Zühlke abgemahnt und in die Buchhaltung versetzt worden. Ihr wurden Dienstsiegel und andere für die Arbeit notwendige Gegenstände entzogen, so dass sie nicht mehr als Standesbeamtin tätig sein konnte. Auch die Leitungsposition sollte sie abgeben.

Gegen dieses Vorgehen ihres Arbeitgebers hatte Regina Zühlke geklagt und sich nun weitgehend durchgesetzt. Abteilungsleiter Marcus Strömich, der die Gemeinde in Abwesenheit des Bürgermeisters Lars Petersen vor Gericht vertreten hat, sicherte zu, dass die Verwaltung die Standesbeamtin fortan vertragsgemäß beschäftigen wird. Im Gegenzug bleibt die Abmahnung in der Personalakte, allerdings wird eine Gegendarstellung Zühlkes beigefügt. Sollte es keine weiteren Probleme geben, werden beide Dokumente nach zwei Jahren entfernt. „Wir haben dem Vergleich zugestimmt, da die rechtlichen Aussichten auf Erfolg für uns mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben waren“, sagte Marcus Strömich.

Offen bleibt, ob die Gemeinde ihren Worten auch Taten folgen lässt. In einem vorherigen Verfahren hatte man sich schon einmal verglichen. Regina Zühlke sollte ihre Arbeit solange wieder aufnehmen dürfen, bis das Gericht eine endgültige Entscheidung getroffen hat. Daran hat sich die Gemeinde jedoch nicht gehalten. „Es sollte zunächst ein persönliches Gespräch mit Frau Zühlke geben. Das konnte jedoch nicht stattfinden, weil sie krank geschrieben war. Die Fortführung der Arbeit war daher nicht möglich“, erklärt Strömich. Regina Zühlkes Anwalt Michael Teske kündigte gestern bereits an, ein Zwangsgeld gegen die Gemeinde zu beantragen, sollte sie sich wieder nicht an die Einigung halten.

Alexander Müller

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