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Usedom Starke Gemeinsamkeiten machten aus Freundschaft Liebe
Vorpommern Usedom Starke Gemeinsamkeiten machten aus Freundschaft Liebe
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00:00 17.08.2016

Es waren starke Gemeinsamkeiten, die Waltraut und Heinz Schmidt, einst, am Ende der 1940er Jahre, zusammenführten. Nach dem schrecklichen Erlebnis des gerade zu Ende gegangenen Krieges – Heinz musste als zur Feuerwehr dienstverpflichteter 15-Jähriger zum Beispiel die Folgen der Bombenangriffe auf Stettin verkraften – wollten sie wie viele andere junge Menschen einfach nur ein neues, besseres Deutschland bauen. In ihrem Heimatort Bannemin fanden sie sich in der Jugendbewegung zusammen, studierten in der FDJ-Gruppe Theaterstücke ein und führten sie vorwiegend in Zinnowitz auf, trafen sich zu gemeinsamem Singen, zum Sport, zum Feiern. Aus dem kameradschaftlichen Verhältnis von Waltraut und Heinz wurde nach einiger Zeit eine starke Liebe, die sie sich am 17. August 1951 das Ja-Wort geben ließ. Und diese Liebe lebt seit nunmehr 65 Jahren, ließ sie immer wieder auch schwere Zeiten überstehen, brachte sie noch näher zusammen.

Wenn heute Waltraut und Heinz Schmidt im Kreise von Kindern und Enkeln, aber auch von Weggefährten von einst das Fest der Eisernen Hochzeit feiern, dann blicken sie zurück auf Lebenswege, die zunächst unterschiedlicher nicht verlaufen konnten. Heinz, im pommerschen Cammin geboren und aufgewachsen, musste am Kriegsende mit der Familie aus der Heimat flüchten und blieb mit ihr in Bannemin hängen. Dort wohnte Waltraut da schon einige Zeit. In Ramitzow bei Anklam geboren, zog sie bald in den kleinen Ort, weil ihrVater als Schulrektor nach Wolgast gerufen worden war und wenige Kilometer entfernt eine Wohnung gefunden hatte. Sie lernten sich in der FDJ-Gruppe des Dorfes kennen.

Während seine spätere Frau zunächst als Verwaltungsangestellte in der Wolgaster Stadtverwaltung arbeitete, hatte Heinz bei seinem Vater den Schneiderberuf gelernt, entschloss sich aber bald, Lehrer zu werden. Jeweils 20 Berufsjahre absolvierte er in Mölschow und in Zinnowitz, und bald war er auch in dieser Arbeit wieder mit seiner Frau zusammen: Sie begann als Schulsekretärin zu arbeiten, war aber auch bereit, als Vertretung im Schulgarten- und im Werkunterricht ihr Können unter Beweis zu stellen.

Zu den starken Gemeinsamkeiten des Paares zählte nicht zuletzt das jahrzehntelange verantwortungsvolle Wirken in den Reihen der ehrenamtlichen Brandschützer. Heinz Schmidt baute die Freiwillige Feuerwehr Bannemin nach dem Krieg mit auf, stand von 1963 bis 1998 als Wehrführer an ihrer Spitze. Als er zudem zu DDR-Zeiten einen Wirkungsbereich der Feuerwehr auf der Insel Usedom leitete, stand seine Frau ihm als Stellvertreterin zur Seite, ebenso wie sie im der Banneminer Wehr viele Jahre lang zuverlässig ihre Aufgaben erfüllte. Heinz Schmidt ist heute noch im Kreis-Feuerwehrverband als Betreuer von Ehrenmitgliedern aktiv. Auch nach dem alters- und gesundheitsbedingten Umzug vor einigen Jahren von Bannemin nach Zinnowitz sind Waltraut und Heinz Schmidt ihrer Freiwilligen Feuerwehr in Bannemin weiter eng verbunden – als Ehrenmitglieder und Heinz als willkommener Ratgeber. So werden seine dortigen Kameraden heute zu denen gehören, die zwei liebenswerten Menschen zu 65 gemeinsamen Ehejahren gratulieren.

Dieter Butenschön

Mit einem Dankeschön meldete sich jetzt Kirsten Legde bei der OZ-Redaktion. Der Aufruf der Bansinerin über unsere Zeitung hatte Erfolg und mehrere Reaktionen.

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