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Usedom Stiftung zeichnet Kirchen in Pinnow und Wehrland aus
Vorpommern Usedom Stiftung zeichnet Kirchen in Pinnow und Wehrland aus
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00:03 15.03.2018
Die Aufnahme entstand im Juni 2016 während der Sanierung des Küsterhauses, in dem sich zu früherer Zeit die Dorfschule befand. Quelle: Foto: Tom Schröter
Wehrland

Die Pilgerkirchen von Pinnow und Bauer-Wehrland im Lassaner Winkel gehören zu den Gewinnern des diesjährigen Preises der „Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland“ (Stiftung KiBa). Beide Gotteshäuser seien in den wiederbelebten Jakobsweg der Region eingebettet worden. Dadurch habe man ihnen eine Verwendung gegeben, „die das Touristische mit dem Spirituellen verbindet“, heißt es seitens der Jury. Die Pilgerkirchen erhalten 15000 Euro Preisgeld.

Ausgelobt war der Preis unter der Überschrift „Kirchen in Szene setzen“. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründete Stiftung will damit Beispiele würdigen, „mit denen Kirchengemeinden die weite geistliche Kraft von Kirchenräumen einladend und qualitätsvoll deutlich machen“. Insgesamt 58 Anwärter-Projekte hatten sich beworben. Schirmherr des Preises ist der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck. Die Preisverleihung findet am 9. Juni in Weimar statt.

2016/2017 war das frühere Küsterhaus in Nachbarschaft zur Kirche St. Nikolai in Bauer-Wehrland aufwändig saniert und im April vorigen Jahres als modernes Gemeindezentrum feierlich eröffnet worden.

Finanziert wurde die Sanierung, die rund 100000 Euro kostete, über das EU-Förderprogramm Leader, aus dem Fonds für Kirche und Tourismus der Nordkirche und von privater Seite.

Die Besucher finden nun helle freundliche Räume, eine Teeküche und ein behindertengerechtes WC samt Dusche vor. Das kircheneigene Gemeindezentrum fungiert als Treffpunkt für die Bewohner von Wehrland und Bauer. Und: St. Nikolai liegt an einem Abzweig der Via Baltica, des baltisch-westfälischen Jakobsweges. Die regelmäßig im Ort eintreffenden Pilger, die auch eine Herberge suchen, finden im alten Küsterhaus nun eine Unterkunft. Im Mai 2017 kehrten hier sogar drei Wallfahrer ein, die in Begleitung eines Esels und zweier Lamas unterwegs waren und planten, bis Santiago de Compostela zu pilgern.

Das neue Gemeindezentrum lässt sich flexibel mit Schlafmöglichkeiten für bis zu acht Pilger einrichten. Um vorherige Absprache wird gebeten. Auskunft und Schlüssel bekommen die Wanderer bei Familie Berge im Herrenhaus in Bauer.

Tom Schröter

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