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Usedom Stolpe sucht Geldgeber für Kaminhalle und Arkadengang
Vorpommern Usedom Stolpe sucht Geldgeber für Kaminhalle und Arkadengang
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02:18 21.11.2016
Für die weitere Sanierung des gemeindeeigenen Schlosses suchen die Stolper nach neuen Finanzquellen. FOTO: INGRID NADLER

Wenn der Stolper Bürgermeister Eckhard Schulz auf das Jahr 2016 zurück blickt, fallen ihm zunächst zwei ungelöste Probleme ein. So ist der Wärmeliefervertrag, den die Gemeinde mit der Biogas GmbH Welzin abgeschlossen hatte, vor einem halben Jahr außer Kraft gesetzt worden. Es habe von dort lediglich einen Anruf gegeben, dass das Blockheizkraftwerk abgeschaltet wird, sagt Schulz, und unterstreicht, dass die Gemeinde nun „in der Luft hängt“.

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Jahresrückblick mit Wermutstropfen: Blockheizkraftwerk abgeschaltet

Das geschlossene Blockheizkraftwerk hat zuvor große Objekte, wie das Schloss, die „Remise“, die Kindertagesstätte oder das Landhaus mit kostengünstiger Fernwärme versorgt. Jetzt sei die Gemeinde gezwungen, für die Versorgung der Abnehmer einen zweiten Gasbehälter anzuschaffen. Der bisherige reiche kaum einen Monat und der Winter stehe erst noch vor der Tür, sagt Schulz.

Auf Nachfrage bei Biogas zeigt Projektmanager Roman Motzko Verständnis für den Frust des Bürgermeisters und versichert, dass man Stolpe nicht im Regen stehen lassen werde. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Es gibt eine Vielzahl technischer Probleme zu klären, aber ich rechne damit, dass wir in zwei Wochen alle Abnehmer wieder versorgen können.“

Der zweite Wermutstropfen hängt mit der Sanierung des gemeindeeigenen Schlosses zusammen und mit der Tatsache, dass Stolpe bei der Fördermittelvergabe diesmal leer ausgegangen ist. Aus Gründen, die Eckhard Schulz zu diesem Zeitpunkt nicht näher erläutern will, „weil die Sache noch nicht endgültig geklärt ist“, hat er den Förderantrag bei LEADER zurückgezogen. „Wir suchen mittlerweile nach anderen Fördermöglichkeiten, denn unser Eigenanteil liegt ja komplett bereit.“ Geplant war, nach Saisonschluss, unter anderem die Kaminhalle und den Arkardengang zu sanieren.

Doch es gibt auch positive Nachrichten aus der Haffgemeinde. So hat sich einmal mehr Beharrlichkeit ausgezahlt. „Wir haben 2004 im Rahmen der Dorferneuerung erstmals die dringend notwendige Sanierung der Straßenbeleuchtung in Gummlin beantragt und diesen Antrag seit 2008 jährlich erneuert. In diesem Jahr haben wir vom Landkreis nun überraschend den Zuwendungsbescheid bekommen.“

In Gummlin ist es jetzt hell. Dafür sorgen 28 LED-Lampen, die sparsam im Verbrauch sind und deshalb die ganze Nacht über angeschaltet bleiben können, berichtet Schulz. Einem Bürger sei es sogar zu hell. „Er dreht regelmäßig die Sicherung am Lampenmast heraus.“

Und auch dies ist eine Erfolgsmeldung: Gummlin ist in diesem Jahr durch den Wasserzweckverband an das zentrale Trinkwassernetz angeschlossen worden. Zur Freude der Einwohner sind beide Investitionen parallel ausgeführt worden, sodass die Straße nicht zweimal aufgebuddelt werden musste.

Zum Schluss wirft Eckhard Schulz noch einen Blick voraus: „Wir bereiten die 800-Jahr-Feier für 2018 vor. In dieser Woche hat die Arbeitsgruppe zum ersten Mal zusammen gesessen. Professor Störr hat sich bereit erklärt, eine Festschrift zu verfassen.“

Weihnachtsmarkt im Schloss

Am 26. und 27. November laden die Gemeinde und der Förderverein zum traditionellen Weihnachtsmarkt ins Schloss ein. Die Besucher erwartet in gemütlicher Atmosphäre ein buntes Allerlei.

Es gibt zahlreiche Stände und viele Möglichkeiten, kleine Weihnachtsgeschenke zu erwerben. Für die Kinder werden in der Bücherstube Spiele vorbereitet. Bäcker Langhoff bietet Kaffee und Kuchen und der Schlossverein hält kleine Speisen (Würstchen/Schmalzbrote) und Getränke (Glühwein und mehr) bereit. Am 27. November treten gegen 14.30 Uhr die Benzer Jagdhornbläser auf.

Ingrid Nadler

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