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Usedom Stolpes einzigartige Konzerthalle
Vorpommern Usedom Stolpes einzigartige Konzerthalle
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00:01 18.08.2016

„Meine Kindheitsjahre in Stolpe waren wunderschön“, sagt Kurt Stürken und lässt den Blick über das weitläufige Gut schweifen. Der heute 71-Jährige war eines von sechs Kindern der Familie Stürken, der das Landgut an der Peene gehörte. Die Mutter hatte es mit in die Ehe gebracht, „der Vater stellte es dann auf gesunde Füße“, berichtet Kurt Stürken.

Eigentlich war das Landgut und ehemalige Kloster Stolpe ein Geschenk der schwedischen Königin Christine an Graf Steenbock, Generalmajor von Schwedisch-Pommern, nachdem am Ende des Dreißigjährigen Krieges Pommern zum schwedischen Königreich gehörte. 1720 ging das Gut an den Preußenkönig Friedrich Wilhelm I., 1807 übernahm es der preußische Staat, später wurde es Bülowscher Besitz. 1926 heiratete Ursula Bülow-Maltzan Kurt Stürken. Die sechs Kinder der Familie wuchsen hier auf.

1945 floh die Familie nach Hamburg. „Die beiden Luftangriffe auf Anklam habe ich hautnah miterlebt. Das war furchtbar und saß uns in den Knochen“, schildert er. Das Gut wurde zum Volkseigenen Gut (VEG) Saatbau Stolpe. „Ich war während dieser Zeit Mitte der 1980er Jahre ein einziges Mal in der DDR und bin dann vom offziellen Weg heimlich abgewichen, um einen Abstecher nach Stolpe zu machen“, erinnert er sich. Doch die bereits dem Verfall preisgegebenen Gebäude hätten ihn sehr erschreckt, gesteht er.

Nach der Wende kam Kurt Stürken mit zwei seiner vier Söhne zum ersten Mal wieder offizielle nach Stolpe. 1994 erwarb er als zweitjüngster Sohn der ehemaligen Besitzer, das Gut zurück und baute es zu einem stilvollem Landhotel mit 36 Zimmern und Suiten um. Allerdings: Bereits 1992 war die alte Scheune abgebrannt. Doch bei dem 1994 dann begonnenen Umbau zum Hotel machte die Familie aus der Not eine Tugend: Zwischen den verbliebenen Mauern der Scheune befindet sich heute der Parkplatz des Landgutes.

Heute kann man im Park des Gutshaus Stolpe unter Kastanien, Eichen und Rotbuchen die ländliche Ruhe genießen, im Restaurant genüsslich speisen oder im rustikalen Gasthaus „Fährkrug“, in dem schon Fritz Reuter gerne saß, den Verkehr auf der Peene und die badenden Kinder beobachten. „Der Aufbau war jedoch nicht so einfach wie es heute aussieht“, sagt Kurt Stürken. Glücklicherweise fand er in Stolpe, Anklam und der Umgebung tüchtige Handwerker, mit denen er seine Pläne umsetzte: Schweinestall, Pferdestall, auch die Allee wurde in alter Pracht erhalten.

Berühmtheit allerdings erlangte das Gut Stolpe in den zurückliegenden Jahren vor allem durch die Haferscheune. eignet sich dank seiner Akustik und der Atmosphäre besonders für sinfonische Konzerte und größere Veranstaltungen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Cornelia Meerkatz

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