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Swinemünde Stopp! Sie zerstören unsere Häuser!

Von den Sicherheitskräften im Stich gelassen, stoppen Anwohner in der Holdu Pruskiego Straße selbst den Verkehr

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Aneta Kruk und andere Bewohnerinnen der Holdu Pruskiego Straße stoppen jetzt selbst die Autofahrer und stellen sie wegen ihres Verstoßes gegen das Fahrverbot zur Rede.

Quelle: Kamil Zwierzchowski

Swinemünde. Die Bewohner der Holdu Pruskiego Straße, haben es satt, dass trotz eines Fahrverbots, Autos notorisch durch ihre Straße fahren, um sich den Weg abzukürzen. Sie beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und gingen auf die Straße, um Fahrer zu stoppen, die gegen die Vorschriften verstoßen.

Mit EU-Geldern saniert

Die Restaurierung der 12 Mietshäuser aus der deutschen Zeit an der Holdu Pruskiego Straße in Swinemünde wurde Ende 2015 abgeschlossen. Die Sanierung war die erste derartige Restaurierung in Westpommern in großem Maßstab. Die gesamten Arbeitskosten betrugen mehr als drei Millionen Zloty . Teile der Sanierungskosten übernahmen die Europäische Union und die Stadt .

Hintergrund: Die Bewohner haben Angst, dass in ein paar Jahren, ihre vor kurzem sanierten Häuser, wieder renovierungsbedürftig sein könnten. Die Polizei und die Stadtwache können ihnen nicht helfen, da sie nicht in der Lage sind, rund um die Uhr die Straße zu bewachen. Die Bewohner fühlen sich machtlos.

„Aufgrund des Denkmalschutzes und weil die sanierte Fassaden zu einer Touristenattraktion geworden sind, sollte die Straße für die Autos gesperrt werden. Der Straßenbelag wurde für den Zweck einer Fußgängerzone gelegt und nicht für Fahrzeuge. Das Befahren ist einfach ein Verstoß gegen die Vorschriften. Wir wollen nicht, dass uns der Putz auf den Kopf fällt. Aber es geht auch um Touristen, die kommen und Fotos der restaurierten Häuser machen. Es reicht nur eine Sekunde und man kann von einem Auto angefahren werden“, sagt Aneta Kruk, eine Bewohnerin der Holdu Pruskiego Straße.

Die Bewohner haben bereits im Jahr 2014 Unterschriften mit der Bitte gesammelt, die Straße für Autoverkehr zu schließen. Der Präsident von Swinemünde Janusz Zmurkiewicz stimmte damit überein. Leider hat sich bald ergeben, dass viele Fahrer die Änderungen in der Verkehrsorganisation nicht einhalten.

„Am Anfang und am Ende der Straße, wurde ein Fahrverbotsschild für Fahrzeuge aufgestellt. Ausnahmen gelten lediglich für Anlieger und kommunale Dienste. Jeder der dort gegen die Vorschriften verstößt, muss mit einer Geldstrafe rechnen“, sagt Robert Karelus, ein Sprecher des Präsidenten von Swinemünde.

Die Bewohner beschlossen, selbst Ordnung auf der Straße zu schaffen. Kürzlich organisierten sie ein Aktion, wo sie Fahrer gestoppt haben, die gegen die Vorschrift verstießen. Einige erklärten, dass sie hier wohnen. Es gab auch solche, denen die Aktion nicht gefallen hat. Die Bewohner haben jedoch angekündigt, dass sie nicht aufgeben werden.

„Vor kurzem habe ich in weniger als einer Stunde, fast 45 Autos gezählt. Schauen sie, wie hier die Tragwände am Gebäude Risse bekommen. Wir haben einen Befund, dass ein erhöhtes Autoverkehr Schwingungen verursacht, die die Gebäudekonstruktion beschädigen“, sagt eine der Bewohnerinnen der Holdu Pruskiego Straße. Sie und ihre Nachbarn behaupten, dass ihre Gebäude besonders schadensanfällig sind, da sie auf instabilem Untergrund stehen. Sie haben weder typische Fundamente noch solide Keller.

Die Bewohner weisen darauf hin, dass sich der Zustand der Häuser in den nächsten zwei bis drei Jahren enorm verschlechtern wird, sollten die Fahrer nicht gezwungen werden, das Verbot einzuhalten.

Radek Jagielski

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