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Usedom Strände bekommen Schliff für die Saison
Vorpommern Usedom Strände bekommen Schliff für die Saison
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00:00 30.04.2016
Mit seinem Traktor grubbert Andreas Bluhm aus Karlshagen den Strandabschnitt in Zinnowitz. Quelle: Hannes Ewert

Meter für Meter arbeitet sich Andreas Bluhm durch den Zinnowitzer Strandsand. Mit dem Gespann seines Traktors kann der 51-Jährige bis zu 15 Zentimeter den Sand am Strand durchpflügen. Ziel ist es, den Sand zu trocknen und aufzulockern. „Das nennt man grubbern“, sagt der Strandexperte. Nachdem er durchgegangen ist, kommen unter anderem Silvesterböllerreste, Eisstiele und Bierdeckel zum Vorschein — alles Überbleibsel, die die Strandnutzer seit der vergangenen Saison oder dem Jahreswechsel hinterlassen haben. Und damit alles zum Saisonauftakt blitzt, lassen die Kurverwaltungen der Insel ihre Strände in diesen Wochen auf Hochglanz säubern.

Die Ostseebäder befreien ihre Küstenabschnitte von Flaschen, Bierdeckel und Unrat

In Zinnowitz findet die Tiefenreinigung erst am Montag statt. „Wir fahren den Strand in Schrittgeschwindigkeit ab, damit die Maschine möglichst viel findet“, erklärt Bluhm. Im Sommer arbeitet er ebenfalls am Strand, allerdings in der Nacht. „Mit Scheinwerfern bin ich zwischen Peenemünde und Zinnowitz und harke den Abschnitt. Das muss mindestens zwei Mal in der Woche erledigt werden“, betont er. Tagsüber schläft sich der Insulaner aus.

In anderen Usedomer Ostseebädern war der Karlshagener bereits aktiv. „Unsere Reinigung dauerte etwa zwei Wochen, da der Strandsand auf einem Abschnitt von etwa zwei Kilometer Länge komplett gesiebt wurde“, erklärt Christina Hoba vom Eigenbetrieb aus Karlshagen. Bis zu 15 Zentimeter tief wurde nach Resten aus dem letzten halben Jahr gesucht“, erklärt sie.

„Wir bekommen damit nicht nur größere Teile, wie Flaschen heraus, sondern auch kleinste Zigarettenstummel“, erklärt Koserows Kurdirektorin Nadine Riethdorf. „Nach der groben Reinigung kamen acht große Müllsäcke zusammen. Durch das einfache Harken allein schon 1,5 Kubikmeter Müll“, erklärt sie. Besondere Schätze kamen nicht ans Tageslicht, aber die Kurverwaltung vermisst noch zwei Kugeln, die einen Durchmesser von fünf Zentimetern haben. „Die haben wir im vergangenen Sommer während der Bernsteinsuche in einem abgesteckten Feld etwa zehn Zentimeter tief vergraben. Bis heute sind diese nicht wieder aufgetaucht“, erzählt Riethdorf. „Wer sie findet, kann ja noch das Rätsel von damals lösen“, sagt die Kurdirektorin und lacht.

Der rund vier Kilometer lange Strandabschnitt in Trassenheide ist bereits seit zwei Wochen frei von Zigarettenstummeln, Kronkorken und Flaschenresten. „Innerhalb von zwei bis drei Tagen waren die Arbeiter durch“, sagt Kurdirektorin Teresa Dieske auf Nachfrage.

In den Kaiserbädern, die mit rund 525000 Quadratmetern den größten Strandabschnitt der Insel stellen, müssen noch Müll und Dreck beseitigt werden. „Noch befinden wir uns in der Auftragsvergabe.

In nächster Zeit werden die Maschinen aber fahren“, sagt Mike Golon vom Eigenbetrieb der Kaiserbäder in Bansin. „Die Reinigung dauert dann in der Regel eine Woche“, erklärt Golon.

Von Hannes Ewert

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