Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Strandbad soll weiter Eintritt kosten

Greifswald Strandbad soll weiter Eintritt kosten

Die Forderung von SPD und Grüne nach freiem Zugang findet im Finanz- und im Sozialausschuss der Bürgerschaft keine Mehrheiten

Greifswald. In der Debatte um eine mögliche Abschaffung der Eintrittspreise im Strandbad Eldena kochen die Emotionen hoch: Andreas Kerath, der Vorsitzende der SPD-Fraktion, bezeichnet das Eintrittsgeld als rechtswidrig. „Strand darf nicht abgesperrt werden“, sagt Kerath. Jeder müsse ungehinderten Zugang haben. „Der Zaun ist eine Greifswalder Erfindung.“ Um diesen rechtlichen Fehler zu heilen, fordern SPD und Grüne einen kostenfreien Zutritt. Gleichzeitig sprechen sich die beiden Fraktionen dafür aus, das Strandbad nachts weiterhin abzuschließen, um nächtliche Ruhestörung und Vandalismus zu vermeiden.

„Und das soll rechtlich dann in Ordnung sein“, fragt Thomas Mundt (CDU), Vorsitzender des Finanzausschusses kopfschüttelnd. Nachts würden doch keine anderen Gesetzte gelten als tagsüber. „Wenn das Strandbad kostenlos werden soll, sollten Sie das auch so benennen Herr Kerath und keine rechtlichen Bedenken vorschieben“, schimpft Sascha Ott (CDU). „Immer wieder sollen Sachen kostenlos gemacht werden. Das haben wir schon alles durch. Jedes Mal werden Familien angeführt, die sich das nicht leisten können“, sagt Ott weiter. „Ist es unsere Aufgabe alles kostenfrei zu machen?“ Ein klares Nein gibt es für dieses Anliegen von der CDU-Fraktion. Ebenso sieht es die Wählergemeinschaft Kompetenz für Vorpommern. „Warum sollten die den Leuten Geschenke geben? Wem wollen wir damit Gutes tun?“, fragt Heiko Jaap. SPD und Grüne betonen, dass es auch ohne Eintrittsgelder eine Wasserwacht geben soll sowie Reinigungskräfte, die den Strand sauber halten. „Eintrittsgelder sind aus sozialen Gesichtspunkten nicht in Ordnung. Nicht alle können sich das leisten“, sagt Kerath. Oftmals seien Touristen entsetzt, dass sie für einen Spaziergang auf dem Deich und einen Blick auf den Bodden bezahlen sollen.

Eine Abschaffung der Eintrittsgelder würde für den städtischen Haushalt Mehrkosten in Höhe von 69000 bis 80000 Euro pro Jahr verursachen. Die Mehrheit des Finanzausschusses lehnt es ab, den Eintritt in Höhe von zwei Euro pro Person abzuschaffen. Mit acht zu sieben Stimmen war die Entscheidung denkbar knapp. Auch im Ausschuss für Sport und Soziales ist die Strandbad-Offensive von SPD und Grünen umstritten. Fünf Mitglieder stimmten für den kostenlosen Zugang, fünf dagegen, drei enthielten sich. Das endgültige Votum fällt am 11. Juli die Bürgerschaft.

Katharina Degrassi/sven Jeske

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Usedom
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist