Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Straßen werden zum Nadelöhr
Vorpommern Usedom Straßen werden zum Nadelöhr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 15.07.2016
Hohes Verkehrsaufkommen am Vormittag in Ückeritz: Nur langsam ging es auf der B 111 vorwärts. Quelle: Henrik Nitzsche

Autofahrer auf Usedom werden in der kommenden Zeit auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Mit Brandenburg, Berlin und Hamburg starten in der nächsten Woche gleich drei für die Region wichtige Bundesländer in die Sommerferien. Stau und stockender Verkehr sind damit vorprogrammiert. Insulaner und Gäste müssen sich auf Wartezeiten einstellen. Doch nicht nur der dichtere Verkehr bereitet vielen Autofahrern Sorgenfalten. Auch die Baustellen und Ausbesserungsarbeiten an der B 111 könnten zum Nadelöhr werden.

Kreisstraße nach Lütow bis Mitte September nur halbseitig befahrbar / Arbeiten laufen planmäßig

Die B 111 in Zahlen

6500 Fahrzeuge fahren durchschnittlich an einem Tag in eine Richtung auf der B 111. Das ergab vor Kurzem eine Messung des Landkreises Vorpommern-Greifswald zwischen Zempin und Koserow. 3,7 Prozent des Verkehrs sind Lastzüge beziehungsweise Schwertransporte.

Straßenbau in Zinnowitz sorgten gestern für kilometerlange Staus auf der B 111. Weil das Wetter nicht an den Strand lockte, bildeten Autos von Urlaubern und Einheimischen rund um den Ort eine Blechkolonne. Schon am Vormittag reichte der Rückstau in den Inselsüden bis hinter Zempin.

Mitten im Stau aus Richtung Norden war Dieter Piest, der morgens in Wolgast war. „Es ist ein Unding, dass hier um diese Zeit an der Straße gebaut wird“, sagt der Zempiner. „Dieses Problem ist hausgemacht. Straßenbau in der Urlaubssaison muss nicht sein“, sagt der Insulaner verärgert. Sollte es dafür triftige unumgängliche Gründe geben, rät er, dazu wenigstens die Helligkeit in den Morgenstunden zu nutzen, wenn noch alles schläft und die Inselstraßen frei sind.

Am besagten Morgen waren Mitarbeiter der Straßenmeisterei im Inselnorden unterwegs, um den Straßenbelag mit Rollsplit zu flicken.

Rund um Zinnowitz kann es ebenfalls zu einem Engpass werden. Die Kreisstraße 29 nach Lütow wird noch bis Mitte September nur halbseitig mit einer Baustellenampel geregelt. „Die Arbeiten laufen bisher alle nach Plan. Es gibt bisher keine Verzögerungen“, sagt Kreissprecherin Anke Radloff.

„Die Bauarbeiten sind mit dem September aber noch nicht vorbei“, sagt Reinhard Garske, Leiter des Bauamtes vom Amt Usedom Nord. „Wenn die Straßenbauarbeite abziehen, dann werden im Auftrag der Gemeinde die Laternen installiert. Insgesamt handelt es sich um 26 Stück“, sagt er.

Ziel dieser Bauarbeiten ist unter anderem die Anbindung eines Radweges zwischen der Gemeinde Zinnowitz und dem Hinterland nach Lütow. Bisher mussten sich die Auto- und Radfahrer einen Weg teilen. Oft kam es dabei zu gefährlichen Situationen. Dass die komplette Straße noch in diesem Jahr übergabefertig ist, damit rechnet Garske bisher nicht. „2017 ist der Abschnitt fertig.“

Hannes Ewert

Gestern Mittag kam es kurz nach 13 Uhr auf der Landstraße 26 zwischen Katzow und Pritzier zu einem schweren Verkehrsunfall.

15.07.2016

Rektorat in Greifswald hat Konzept schon gebilligt / Projekt kostet zehn Millionen Euro

15.07.2016

In Wolgast macht sich eine Arbeitsgruppe Gedanken, wie die Lebensqualität betagter Mitbürger zu verbessern ist

15.07.2016
Anzeige