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Usedom Straßenlaternen jetzt mit Öko-Strom
Vorpommern Usedom Straßenlaternen jetzt mit Öko-Strom
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00:00 04.04.2016

Die Gemeinde Stolpe hat in den vergangenen Tagen alle ihre Straßenlaternen umgerüstet und mit LED-Leuchten bestückt. Mit den zwei neuen Lampen vor dem Schloss erleuchten nun insgesamt 51 Laternen das Dorf. Bürgermeister Eckhard Schulz ist zufrieden: „Die Leuchtkraft der LED ist genauso gut wie die der HQL-Leuchten.“

Doch damit nicht genug. Die Straßenlampen in der kleinen Haff-Gemeinde werden seit gestern auch mit Ökostrom betrieben. Das teilte Ende voriger Woche im Rahmen einer kleinen Feierstunde Frank Haney von der Bürgergenossenschaft Inselwerke mit. Die Inselwerke haben sozusagen in der Nacht auf den 1. April den Schalter umgelegt und betreiben nun die Straßenbeleuchtung in Stolpe. Lieferant für den 100 Prozent Ökostrom aus erneuerbaren Energien ist die in Schwerin ansässige WEMAG AG.

Wie Haney berichtete, gab es im September 2014 die ersten Gespräche mit Bürgermeister Schulz. Nach dem Beschluss der Gemeindevertretung, die Ortsbeleuchtung durch einen Dritten betreiben zu lassen, veranlasste die Verwaltung des Amtes Usedom-Süd eine Ausschreibung, die von den Inselwerken gewonnen wurde.

Für die Gemeinde verursacht die Umrüstung der Straßenbeleuchtung durch die Vergabe an die Inselwerke keine Kosten. Die Bürgergenossenschaft wiederum finanzierte die 16 000 Euro teure Umrüstung auf LED-Leuchten aus den Genossenschaftsanteilen der zurzeit 25 Inselwerke-Mitglieder. Das Finanzierungsmodell zwischen Gemeinde und Genossenschaft sieht vor, dass sich die Umrüstungskosten in fünfzehn Jahren amortisiert haben werden.

Die lange Amortisationsdauer liegt laut Bürgermeister Eckhard Schulz daran, dass die Gemeinde bisher schon sparsam war und die Straßenleuchten um 23 Uhr ausschaltet. Würden sie länger strahlen, wären die LED-Leuchten bereits nach sieben Jahren abbezahlt.

„Wir sind bundesweit die erste Genossenschaft in Bürgerhand, die eine Straßenbeleuchtung mit Erfolg umsetzt“, betonte René Tettenborn vom Vorstand der Inselwerke. Sein Vorstandskollege Frank Haney freute sich, gleich mehrere Anlässe zum Feiern zu haben. Zum einen bestehen die Inselwerke seit nun genau drei Jahren, zum anderen darf die Genossenschaft ab sofort Ökostrom unter dem eigenen Namen anbieten.

Diesen können auch Privathaushalte direkt bei den Inselwerken beziehen. Die damit verbundene Wechselprämie wollen die Inselwerker zur Installation von Elektro-Ladesäulen — zum Beispiel ist am Stolper Schloss eine geplant — verwenden. Laut Haney sind 30 Neukunden nötig, um eine Ladestation errichten zu können.

Wie Frank Haney weiter mitteilte, soll im Mai damit begonnen werden, die ersten von zehn Ladestationen auf der Insel, für die es Vorverträge gibt, zu installieren. Über einen Standort im Kaiserbad Ahlbeck werde in der kommenden Woche noch der Bauausschuss der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf entscheiden.

Von Dietmar Pühler

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