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Usedom Straßenmeisterei Zempin ist für den Winter gerüstet
Vorpommern Usedom Straßenmeisterei Zempin ist für den Winter gerüstet
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00:00 25.10.2018
Phillip Schmidt (27) vor seinem LKW: Seit sechs Jahren arbeitet er im Stützpunkt Zempin der Straßenmeisterei Helmshagen. Quelle: Foto: Pauline Rabe
Zempin

Prüfend geht Jana Seidler um den LKW von Phillip Schmidt herum – ihre Checkliste und einen Kugelschreiber stets parat. „Zeigst du mir mal das Vorderlicht“, fragt sie den Fahrer. Funktioniert, also wird ein Haken gesetzt. Insgesamt sieben Streufahrzeuge der Straßenmeisterei Zempin wurden gestern auf ihre Winterbereitschaft geprüft. Das Fazit: „Es kann losgehen“, sagt Leiter Ulf Witteck. Ab nächster Woche werden erste Straßenabschnitte auf Glätte kontrolliert.

178 Kilometer werden durch die Straßenmeisterei betreut. Dazu zählen Bundes-, Land- und Kreisstraßen sowohl auf der Insel als auch auf dem Festland. „Bei den Kontrollfahrten wird natürlich nicht die gesamte Strecke abgefahren“, sagt Witteck. Nur besonders gefährdete Strecken werden ausgewählt. „Das sind zum Beispiel Brücken aus Eisenkonstruktionen.“ Bläst der kalte Wind unter ihnen durch, ist auch ihre Fahrbahn schneller glatt. Ist dies der Fall, wird die Rufbereitschaft ausgelöst und es wird ein Salz-Sole-Gemisch gestreut. „Der Vorteil des angefeuchteten Salzes ist es, dass es an der Stelle haftet, an der es auch wirken soll“, erklärt Witteck weiter. Es gibt also weniger Wegeverluste, als bei reinem Salz.

Ein Arbeitstag für Straßenwärter beginnt um 3 Uhr, damit die Straßen gegen 6:30 Uhr frei sind – noch vor dem Berufsverkehr. „Startet dieser, wird es schwierig“, bemängelt der Leiter. Die Streufahrzeuge fahren nur 25 Kilometer pro Stunde außerorts. „Das behindert, keine Frage, aber wir würden uns auch mehr Rücksichtnahme seitens der Bevölkerung wünschen.“ Vor allem bei Räumung der Bundesstraßen komme es häufig zu Problemen. Denn da müssen zwei Fahrzeuge nebeneinander fahren, um die gesamte Breite der Straße abzudecken. Entgegenkommende Autofahrer müssten hier nun leicht ausweichen. „Das passiert oft nicht.“

Wo vorsichtiger gefahren werden muss, ist Erfahrungssache. Phillip Schmidt arbeitet seit sechs Jahren in der Straßenmeisterei Zempin. „Mittlerweile weiß ich, wo ich langsamer werden muss.“ Das gilt auch für Mitarbeiter Thomas Mähl, nur fährt dieser mit einem Kleingeräteträger. „Ich kümmere mich ausschließlich um die Radwege“, erzählt der 48-Jährige. 45 Kilometer betreut er davon. Im vergangenen Jahr wurde noch ein weiteres „Multicar“ für schmale Wege angeschafft.

„Vorerst kaufen wir keine weiteren Fahrzeuge“, sagt Witteck. Aber die Schneefräsen und -schleudern müssten in den kommenden Wochen ersetzt werden. Und was steht sonst noch vor dem Wintereinbruch an?

„Anfang November stellen wir Schneezäune an den Straßen auf, die besonders von Verwehungen betroffen sind.“

Das passiert auch in der Straßenmeisterei Helmshagen. Dort wurden schon vergangene Woche 13 Räum- und neun Streufahrzeuge durch das Straßenbauamt Neustrelitz geprüft. „Alles in Ordnung“, sagt Leiter Dirk Niemann. Auch dort kann der Winter kommen.

Pauline Rabe

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