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Usedom Straßenmeisterei für den Winter gerüstet
Vorpommern Usedom Straßenmeisterei für den Winter gerüstet
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00:05 13.10.2017
Zempin

Sind die Streuer auf den Fahrzeugen funktionstüchtig? Sind alle Düsen frei? Und arbeitet die moderne Infrarottechnik auch präzise? Um diese und andere Fragen drehte sich gestern in der Straßenmeisterei Zempin der „Tag der Winterbereitschaft“. Traditionell vor Beginn der Frostperiode soll diese landesweite Aktion in den Straßenmeistereien helfen, Kollegen und Technik auf die Herausforderungen von Schnee und Eis gut vorzubereiten. „Nach erfolgter Wartung und Instandsetzungen im Vorfeld unterziehen unsere Mitarbeiter die Fahrzeuge mit der dazugehörigen Winterdiensttechnik an diesem Tag einer Funktionsprobe“, so Hans-Joachim Conrad, Dezernent für Betrieb und Verkehr beim Straßenbauamt Neustrelitz.

In Zempin wurden gestern Mittag die Winterdienstfahrzeuge überprüft. Quelle: Foto: Hannes Ewert

Winterdienst auf Usedom

178 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen bewirtschaftet die Straßenmeisterei in Zempin das ganze Jahr. Dazu gehören auch straßenbegleitende Radwege an Bundesstraßen.

Bei Schneefall beginnen die Mitarbeiter morgens um 3 Uhr ihren Dienst.

In Zempin begegnete das Team um Leiter Dirk Niemann diesem Funktionscheck mit relativer Gelassenheit. „Manchmal finden die Kontrolleure des Straßenbauamtes Neustrelitz nur Kleinigkeiten. Solche Mängel sind vom Schlosser oder den Straßenwärtern behoben worden“, berichtet er. Insgesamt verfüge der Standort über eigene Großfahrzeuge sowie einen Kleingeräteträger. „Daneben haben wir über Vertragspartner mehrere Räum- und Streufahrzeuge gebunden und können bei extremen Wetterlagen weitere Fahrzeuge ordern“, berichtet Dirk Niemann.

Als Chef hat er unter anderem auch dafür Sorge zu tragen, dass die Einsatzpläne rechtzeitig geschrieben sind und es nötigenfalls einen kurzen Draht zu Behörden und der Polizei gibt. „Offiziell beginnt der Schichtplan am 1. November“, sagt Niemann, „doch im vorigen Jahr ging es mit dem Winterdienst erst im Dezember los.“ Schichtdienst heißt: Früh um 3 Uhr sitzen die ersten Straßenwärter am Steuer und die letzten noch um Mitternacht – wenn’s hart auf hart kommt. Neben Straucharbeiten steht auf ihrer Agenda im Oktober auch noch das Aufstellen der Schneezäune.

Doch das erste Glatteis kommt mit Sicherheit. Die Straßenmeisterei ist mit 1000 Tonnen Salz gewappnet. „Weitere 100 Tonnen stehen uns im Silo am Moeckowberg zur Verfügung“, so Dirk Niemann. Sparsames Ausbringen des Materials sei oberstes Gebot. Nicht nur aus Kostengründen, sondern vor allem wegen der Umwelt. Deshalb werde im Vorfeld auch geprüft, ob die in den Fahrzeugen eingestellte Salzmenge der tatsächlich gestreuten exakt entspricht. „Bei Raureif reichen fünf Gramm pro Quadratmeter. Bei starker Fahrbahnvereisung kann es bis auf 40 Gramm hochgehen“, erklärt der Chef.

Die moderne Infrarottechnik, mit der einige Fahrzeuge ausgestattet seien, erfasse die Temperatur der Straße sowie den Restsalzgehalt vom vorherigen Einsatz und „entscheide“ dann quasi automatisch, wie viel Salz gesprüht werde. Dank der Soletanks, die das Salz unmittelbar vor dem Versprühen befeuchten, gebe es auch kein Verwehen des Materials, versichert Niemann.

Petra Hase

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