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Streit um Straßenbau für Usedomer Hafen

Usedom Streit um Straßenbau für Usedomer Hafen

Nach Baustopp: Verwaltungschef optimistisch, dass Kompromiss mit der Anwohnerin gefunden wird

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Die Arbeiten an der Umgehungsstraße werden fortgesetzt. Nur für ein 60 Meter langes Stück Wiekstraße gilt der Baustopp.

Quelle: privat

Usedom. Der symbolische erste Spatenstich ist gerade einmal zwei Wochen her, da gibt es schon den ersten Streit im Usedomer Hafen. Für einen Teilabschnitt von 60 Metern parallel zu einem Wohnhaus an der Usedomer Wiekstraße gibt es nun einen vorläufigen Baustopp; Dafür gibt es jetzt einen Antrag vom Verwaltungsgericht Greifswald (die OZ berichtete). An dieses hatte sich eine betroffene Anwohnerin aus Sorge um die Stabilität ihres nur auf Feldsteinen gegründeten Wohnhauses mit rechtsanwaltschaftlicher Hilfe gewandt.

OZ-Bild

Nach Baustopp: Verwaltungschef optimistisch, dass Kompromiss mit der Anwohnerin gefunden wird

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Ich bin optimistisch, dass wir einen Kompromiss finden.“ René Bergmann, Südamt

Usedoms Bürgermeister Jochen Storrer bestätigte den Eingang der richterlichen Entscheidung, „allerdings nur per Telefon im Amt“. Nun wolle man zunächst erst einmal die schriftliche Begründung für das Votum abwarten. „Im übrigen stört das aber den Fortgang unserer Arbeiten nicht, denn wir sind zunächst erst einmal an der Umgehungsstraße mit Maschinen zu Gange“, sagte das Stadtoberhaupt weiter.

Der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Usedom Süd, René Bergmann, hat inzwischen die Begründung lesen können und signalisierte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass man voraussichtlich schon Anfang nächster Woche zu einer Mediation zusammenkommen werde. Diese ist Bestandteil der richterlichen Empfehlung, um aus dem Dilemma für alle Seiten verträglich herauszukommen. Laut René Bergmann wolle der Richter dabei auch selbst die Leitung übernehmen. „Wir wollen keinesfalls auf Krach der Einwohnerin die Straße vors Haus setzen. Ich bin optimistisch, dass wir einen Kompromiss finden“, sagt René

Bergmann weiter. Dafür bräuchte man jedoch ein Stück Land von Anwohnern der künftigen Zufahrtsstraße zum Hafenausbau.

Für die Zufahrt zum künftigen Usedomer See-Zentrum hatte der Anwalt der betroffenen Anwohnerin mehrere gravierende Mängel ausgemacht, so dass das Vorhaben straßen- und planungsrechtlich unzulässig sei. Unter anderem fehle es an der unerlässlichen Umweltverträglichkeitsprüfung. Zweitens gehe das Gutachten eines Architekten von drohenden Schäden am betroffenen Wohnhaus (errichtet um 1850) aus.

Und schließlich sei die Straße offenbar falsch klassifiziert worden; und es fehle an einer gründlichen Prüfung von Alternativen.

In den kommenden zwei Jahren soll für rund 15 Millionen Euro ein Wasserwanderrastplatz mit 64 Liegeplätzen in der Inselstadt entstehen. Dafür braucht die Stadt eine Zufahrtstraße, damit der Bauverkehr nicht durch die Peenestraße, und damit durch die Stadt rollt.

Das Großprojekt wird von der Stadt Usedom mit 150 000 Euro unterstützt. Die ersten Bauarbeiten sind in vollem Gange. Der Hafen wird damit von grundauf neu gestaltet. Über das Projekt wurde lange in der Stadt diskutiert.

Ablaufplan

Am 15. September , also in der kommenden Woche, sollen die Arbeiten am Hafen beginnen. Dazu zählt der Abriss alter Hütten und der vorhandenen Gaststätte. Auch die Betonplatten sollen aufgenommen werden.

Am 4. Oktober beginnen laut Aussage des Amtes Usedom Süd die Ausbaggerungsarbeiten. Wo das Usedomer Hafentheater im kommenden Jahr spielt, ist noch nicht bekannt. Möglicherweise auf der Wiese hinter der Kindertagesstätte.

Steffen Adler

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