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Usedom Streit um Tiergräber auf dem Neuen Friedhof
Vorpommern Usedom Streit um Tiergräber auf dem Neuen Friedhof
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00:00 27.02.2013
Greifswald

Und doch: Die CDU-Fraktion der Bürgerschaft, die bereits im September vorigen Jahres die Diskussion um einen kommunalen Tierfriedhof losgetreten hatte, hielt an ihrem Vorschlag fest. Demzufolge sollte ein bisher ungenutzter Teil des Neuen Friedhofs umgewidmet und für die Bestattung von Bello & Co. hergerichtet werden.

Für Ullrich Bittner von den Grünen eine Idee jenseits jeglicher Vorstellungskraft. „Ich fand das schlimm“, kommentierte er die Vorlage der Christdemokraten, wollte nicht einmal das Wort Tierfriedhof in den Mund nehmen und sprach von fehlender Pietät. Seine Aufforderung an die CDU: „Beerdigen Sie Ihre Vorlage, aber bitte nicht auf dem Neuen Friedhof!“

Auch die Linke hatte mit dem Ansinnen ein Problem, sieht einen Tierfriedhof nicht als kommunale Aufgabe: „Wenn es da Bedarf gibt, kann sich die freie Wirtschaft oder ein Verein der Sache annehmen“, schlug Harald Stegemann vor und plädierte in jedem Fall für eine „strikte räumliche Trennung“ zum vorhandenen Friedhof.

SPD-Fraktionschef Andreas Kerath ging mit den Initiatoren nicht gar so scharf ins Gericht. „Die Idee ist im Grunde unterstützenswert“, kam er der CDU entgegen. Den ins Spiel gebrachten Standort allerdings sah auch er als problembehaftet an. Sein Kompromissvorschlag, der am Ende einer emotionsgeladenen Debatte schließlich eine Mehrheit fand: Die Verwaltung möge die Einrichtung eines Tierfriedhofs ganz allgemein prüfen und auch klären, ob sich dafür ein Verein oder privates Unternehmen findet.

Anderswo — etwa in Rostock — wird das mit Erfolg praktiziert. Der vor 20 Jahren gegründete Tierwelt e.V. betreibt im Stadtteil Toitenwinkel seit 1999 ehrenamtlich einen Tierfriedhof. „Rund 30 Beerdigungen haben wir pro Jahr“, sagt Vorsitzender Marcus Sentek, „zumeist Hunde.“ Per Rufbereitschaft würden er und seine Mitstreiter das Angebot seit Jahren aufrechterhalten. „Wir sind aber kein gemeinnütziger Verein. Die Bestattung kostet Geld“, stellt Sentek klar. Laut Homepage muss ein Tierhalter für eine kleine Grabstelle, die er fünf Jahre pachtet, mit Bestattung und Einbettung 331 Euro berappen — für eine große 436 Euro. Nur anonyme Plätze sind billiger: Ein Meerschweinchen etwa kann hier für 50 Euro seine letzte Ruhe finden.

Wem das zu unpersönlich ist, kann sich sein Tier „einäschern, nach Hause bringen lassen und in die Anbauwand stellen“, nennt Gerold Stümann von der Tierbestattung in Roggentin bei Rostock eine Alternative. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Badbergen bei Osnabrück bietet lediglich das Kremieren an, keinen Tierfriedhof.

Solch einen in Greifswald einzurichten, findet Tierärztin Anette Quandt grundsätzlich eine gute Idee: „Wir haben häufig Anfragen“, sagt sie und verweist dann stets auf Plätze in anderen Orten. Wer ein eigenes Grundstück besitze, könne seinen verstorbenen Liebling aber auch zu Hause beerdigen. Voraussetzung sei ein Antrag beim Veterinäramt. Wohne man nicht im Wassereinzugsgebiet, „bekommt man in der Regel auch problemlos die Sondergenehmigung“, weiß Quandt aus Erfahrung. Wer das alles nicht mag: Auch die Tierkörperbeseitigungsanstalt ist eine Lösung. Sie holt Mieze ab — auf Nimmerwiedersehen.

Petra Hase

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