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Streit um Zempiner Hecke

Zempin Streit um Zempiner Hecke

Einwohnerin Brigitte Stromberg (87) fühlt sich von Behörden und Bauherren übergangen

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Im Hintergrund entsteht ein neues Wohngebiet. Damit die Fahrzeuge die Baustelle erreichen, musste die Hecke weichen.

Quelle: Foto: Hannes Ewert

Zempin. Eine abgeholzte Hecke und mehrere abgesägte Bäume sorgen bei Rentnerin Brigitte Stromberg aus Zempin für einen erhöhten Blutdruck. Während vor ein paar Monaten noch die Vögel um ihr Grundstück herum zwitscherten und die Bäume ihr Dasein fristeten, blickt die 87-Jährige heute auf eine Großbaustelle. Neun Häuser sollen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gebaut werden.

Doch das ist nicht der Hauptgrund, warum sie sich mit ihrem Anliegen an die OZ wendet. „Meine Hecke und meine Birke mussten entfernt werden, damit die Fahrzeuge zur Baustelle kommen. Sie fahren über mein Grundstück. Das ist nicht in Ordnung“, sagt die Zempinerin erbost.

Und nicht nur das: Auch in ihre Zufahrtstraße zum Grundstück wurde eingegriffen. „Hier mussten Versorgungsleitungen für die neun Häuser verlegt werden. Ein Blumenkübel wurde in die Ecke geworfen. Ich wurde nichtmal gefragt, ob die das dürfen“, sagt die Rentnerin, die ihrem Sohn das Grundstück überschrieben hat. Auf der Zufahrtsstraße stolperte die Seniorin sogar und fiel hin. „Ich habe mich im Gesicht verletzt“, sagt sie. Mit mehreren Briefen wandte sie sich an das Amt Usedom Süd. Das ist die Version von Brigitte Stromberg. Auf Nachfrage äußerte sich René Bergmann, Verwaltungs-Chef des Südamtes. Er erklärt: „Wir haben der Dame zwei Mal ausführlich geantwortet, ihr auch den Bebauungsplan zugesandt. Auf das letzte Schreiben hin hat meine Mitarbeiterin Viola Pfitzmann aus dem Bauamt sehr lange mit Frau Stromberg telefoniert. Die Regelungen erfolgten zwischen dem Vorhabenträger, Herrn Michalski, und dem Sohn von Frau Stromberg. Die Festsetzungen im B-Plan und auch die daraus bisher erfolgten Umsetzungen sind alle in Ordnung und, wie gesagt, zwischen den Eigentümern abgestimmt“, erklärt Bergmann.

„Diese Entscheidung ist für Frau Stromberg alles sicher schwer zu verstehen, aber ihr Sohn hat die Regelungen mit dem Bauherren Michalski getroffen“, sagt Bergmann. Der Verwaltungs-Chef betont, dass aus Sicht der Gemeinde und der Verwaltung dort kein Anlass besteht, Maßnahmen zu ergreifen.

Hannes Ewert

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