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Usedom Streit ums alte Ückeritzer Schulgebäude
Vorpommern Usedom Streit ums alte Ückeritzer Schulgebäude
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01:20 14.10.2017
Ückeritz

Hoch her ging es am Donnerstag in der Gemeindevertretung in Ückeritz. „Ganz ehrlich, Sie machen sich langsam lächerlich. Das ist aber nur meine Meinung.“

In der vorherigen Amtszeit wurde zu wenig getan.Axel Kindler, Bürgermeister

Südamts-Verwaltungsleiter René Bergmann hatte an die Gemeindevertreter am Donnerstag deutliche Worte gerichtet. Grund war der Streit über die Sanierung der alten Schule. Seit Jahren steht das Thema im Raum, immer wieder wurde es überdacht, verschoben und neu diskutiert.

Bürgermeister Axel Kindler holte deshalb in der Debatte zum Rundumschlag gegen die alte Gemeindevertretung und seinen Vorgänger Gerd Gamradt aus – ohne ihn namentlich zu nennen. Er warf ihnen Untätigkeit während seiner Amtszeit vor. „Wir müssen jetzt ausbaden, was damals versäumt wurde. Es wartet eine Menge Arbeit auf uns“, so Kindler.

Das Problem: Bis Ende Oktober 2018 muss das Gebäude komplett saniert sein, denn an dem Projekt hängen Fördermittel, die bis dahin verbaut werden müssen. „Wir reden von Fördermitteln in Höhe von einer halben Million Euro“, erklärt Bergmann. Die Gemeinde bekommt ein Zeitproblem, denn allein der Statiker braucht angeblich zehn Wochen, um seine Arbeit am Gebäude zu erledigen.

Ex-Bürgermeister Gerd Gamradt wollte diese Anschuldigungen nicht auf sich sitzen lassen und verkündete in der Einwohnerfragestunde, dass er seinerzeit alles daran setzte, die Schule zu sanieren. „Ich war sogar mit Vertretern des Südamtes in Schwerin und habe um Fördermittel aus dem Leadertopf gebeten. Dass es mit der Förderung nicht geklappt hat, ist schade. Aber ich kann nicht Aufträge für Bauarbeiten vergeben, wenn ich noch gar kein Geld habe“, erklärte er. Bürgemeister Kindler kritisierte, dass bis auf die Baugenehmigung in der vorherigen Zeit nichts passierte.

Nach einer hitzigen Debatte einigten sich die Gemeindevertreter darauf, dass die Miete für die Nutz- und Verkehrsflächen des Hauses für den Schulzweckverband auf 6,50 Euro pro Quadratmeter festgelegt wird. Zunächst stand ein Betrag von fünf Euro zur Diskussion, aber dieser wurde abgelehnt. Der Vertrag gilt für 15 Jahre.

Die Schüler der Ostseeschule sind aus dem alten Schulgebäude bereits ausgezogen und werden seit Anfang des Schuljahres unter anderem in zwei Baucontainern auf dem Schulhof unterrichtet. „Die Kapazitäten reichen im Hauptgebäude nicht mehr aus. Deswegen mussten wir diese Container ordern. Nicht besonders hübsch, aber zweckmäßig“, sagt Schulleiter Peter Biedenweg.

Unklar ist zudem die Unterbringung des Ückeritzer Heimatvereins samt Fundus während der Sanierungsarbeiten. Die Gemeindevertreter verständigten sich zumindest darauf, dass dieser „nicht in irgendeinem Keller landen“ solle.

Hannes Ewert

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