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Usedom Stress und Zoff am Hochzeitstag
Vorpommern Usedom Stress und Zoff am Hochzeitstag
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00:00 14.01.2017

Der 9. September 2016 wird Susanne und Dr. Conrad Julius immer in Erinnerung bleiben. Denn an jenem Tag gab sich das aus dem Odenwald (Hessen) stammende Paar im Wolgaster Standesamt das Ja-Wort. Allerdings machte das Brautpaar in der Stadt am Peenestrom auch unschöne Erfahrungen. Konkret geht es um ihre Unterbringung im hiesigen Hotel „Peenebrücke“, wo auch mehrere ihrer ebenfalls weitgereisten Hochzeitsgäste logierten.

In einem langen Brief, den Julius an unsere Redaktion, den Bürgermeister, den Tourismusverband und das Gewerbeamt schickte, schildert er seine Erfahrungen. An dem Hotel lässt er darin kein gutes Haar. Julius berichtet unter anderem von einem „unfreundlichen und schnodderigen“ Umgang des Hotelpersonals mit den Gästen. Das Zimmer für die Brautmutter sei „klamm und muffig“ gewesen. Beim Frühstück habe es kleinste Portionen von allem gegeben und alles habe nachgefragt werden müssen.

Besonders habe ihn aber das Verhalten der Wirtsleute am Tag der Trauung geärgert. Der für 12 Uhr angesetzte Termin für die Eheschließung kollidierte mit dem im Hotel üblichen Abreisetermin, da hier laut Ingrid Harmel vom Hotel „Peenebrücke“ bereits um 10 Uhr auszuchecken ist. „Daher“, so Julius, „hatten wir um einen späteren Checkout gebeten, und mit Zähneknirschen wurde 11 Uhr angeboten.“

Dennoch habe die Rezeption auf 10 Uhr als Abreisetermin gedrängt, da das Zimmer schon für die nächsten Gäste hätte gereinigt werden müssen. „Die Braut“, so räumt Julius ein, „befand sich zu diesem Zeitpunkt noch beim Frisör und kehrte leider erst kurz nach 11 Uhr wieder zurück.“ Und: „Um 11.20 Uhr wurde dann die Tür ein letztes Mal aufgerissen und Braut mit Mutter wurden aus dem Zimmer geschmissen.“

Die Brautmutter habe die Trauung nach diesen Begebenheiten nicht genießen können. „Und auch uns als Brautpaar fiel es schwer, das Erlebte zur Seite zu legen“, schreibt Julius. Hingegen bedankt er sich bei Standesbeamtin Kerstin Schönwandt „für die wunderschöne Rede und Zeremonie“.

„Vertreter der Hochzeitsgesellschaft waren lange vor dem Termin bei uns, haben sich die Zimmer angeschaut und waren mit unseren Rahmenbedingungen einverstanden“, berichtet dagegen Ingrid Harmel.

„Mehrere der Gäste hatten auch für zwei Tage gebucht, was in solchen Fällen immer besser ist, um unnötigen Stress zu vermeiden.“ Die Braut und die Brautmutter hätten nur für eine Nacht reserviert, so dass die Zeit angesichts der für 12 Uhr angesetzten Trauung nicht ausreichte. Die nächsten Gäste könnten schon ab 14 Uhr einchecken. Vorher müsse das Zimmer wieder sauber hergerichtet werden, was ebenfalls seine Zeit brauche. „Wir sind bemüht, Gäste in Wolgast zu halten“, sagt Ingrid Harmel. „Um zu helfen, empfehlen wir gern auch andere Hotels oder Pensionen in der Stadt weiter.“ In den insgesamt 20 Zimmern lägen regelmäßig Bewertungsbögen aus, auf denen die Gäste das Hotel benoten könnten. Tom Schröter

OZ

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