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Südanbindung: Jikeli behält Optimismus

Südanbindung: Jikeli behält Optimismus

Karnin Das diesjährige Brückenfest war davon überschattet, dass die 40 Kilometer lange Trasse durch die Bundesregierung nicht in den dem Bundestag vorliegenden ...

Karnin Das diesjährige Brückenfest war davon überschattet, dass die 40 Kilometer lange Trasse durch die Bundesregierung nicht in den dem Bundestag vorliegenden Entwurf des neuen Verkehrswegeplanes aufgenommen wurde. Die OZ traf sich am Samstag am Rande des Festes mit Dr. Günther Jikeli, dem Vorsitzenden der Eisenbahnfreunde.

OSTSEE-ZEITUNG: Alles am Boden zerstört? Keine Eisenbahn-

Südanbindung der Insel Usedom?

Jikeli: Enttäuscht sind wir natürlich, aber nicht mutlos. Wir kämpfen weiter für die wichtigen 40 Kilometer Eisenbahstrecke. Sie sind wirtschaftlich wichtig, weil sie verkehrstechnisch neue Impulse für eine Region setzen können, die weit größer ist als nur die Insel; sie sind kulturell wichtig, weil sie Deutsche und Polen, Bewohner von Usedom und des Hinterlandes zum Beispiel um Anklam und Pasewalk näher zusammenrücken lassen könnten; sie sind sozial wichtig, weil sie gerade Menschen aus den südlichen Teilen dieser Region die Möglichkeit geben würden, an der größeren Leistungskraft auf Usedom teilzuhaben.

OZ: Aber wie soll das angesichts des Fehlens im dafür wichtigsten Dokument des Bundes gelingen?

Jikeli: Es gibt mehrere Gründe für Optimismus: Das Projekt kann noch durch den Bundestag in den Plan aufgenommen werden. Wir haben uns deshalb an alle Bundestagsmitglieder aus MV mit der Bitte um Unterstützung gewendet, und zum Beispiel von Matthias Lietz (CDU) und von Sonja Steffen (SPD) haben wir positive Signale bekommen. Grüne und Linke stehen ebenfalls auf unserer Seite. Die Bundesegierung lehnt das Vorhaben ja auch nicht ab, sondern stuft es nur nicht als Fernverkehrsprojekt ein. Es sei von regionaler Bedeutung und damit Landessache. Schließlich unterstützen auch maßgebliche Vertreter der Wojewodschaft Stettin das Vorhaben. Letztlich können die

25 000 Unterschriften für den Wiederaufbau der Bahnstrecke Ducherow-Swinemünde-Heringsdorf, die wir gesammelt haben, nicht einfach vom Tisch gewischt werden.

OZ: Aber die zu erwartenden Kosten könnten noch ein gewichtiger Hinderungsgrund sein?

Jikeli: Wenn die Deutsche Bahn die Kosten auf etwa 95 Millionen Euro geschätzt hat, so würde die EU mehr als die Hälfte tragen, da es sich um grenzüberschreitenden Verkehr handelt. Der Bund müsste die restlichen 40 Millionen tragen.

OZ: Auch Ministerpräsident Sellering war in Karnin ...

Jikeli: Korrekt. Er hat mir gegenüber als seine Initiative angekündigt, die Bundestagsmitglieder von MV einzuladen, mit ihnen zu beraten, wie Karnin dennoch durch den Bundestag in den Verkehrswegeplan gebracht werden kann. Er hält das Projekt nach wie vor für wichtig.

Interview: Dieter Butenschön

OZ

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