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Usedom Süßer die Glocken bald klingen
Vorpommern Usedom Süßer die Glocken bald klingen
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05:20 22.03.2013

Die Wolgaster St. Petri-Kirche hat seit November neue Bronzeglocken und ein Problem: Es fehlen 50 000 Euro, um das Geläut aufzuhängen, wie Kirchenmitarbeiter Ulrich Kober mitteilt. Die Glocken müssten aufwändig mit einem Kran von außen in den Turm gehievt werden.

„Wenn jeder Besucher in diesem Jahr einen Euro spendet, würde das schon passen“, sagt Kober. Denn jährlich würden rund 45 000 Einheimische und Touristen in das Gotteshaus strömen.

Noch erklingen also die altersschwachen Stahlglocken über der Stadt. Doch lange halten diese nicht mehr: Wegen eines Risses im Joch musste die kleinste Glocke bereits Ende 2011 stillgelegt werden.

Laut Pastor Jürgen Hanke ist sie nicht mehr zu retten.

Da Stahlglocken in der Regel nur etwa 60 Jahre lang hielten, sei in Kürze mit weiteren irreparablen Schäden an den beiden anderen Stahlglocken zu rechnen. Diese waren 1962 im DDR-Betrieb Morgenröte bei Aue gegossen und 1963 in Wolgast eingeweiht worden.

Eine Gefahr für Besucher oder Mitarbeiter bestehe aber nicht. Es gebe daher auch keinen Grund, den Einbau übers Knie zu brechen. „Wir setzen uns da nicht unter Druck“, sagt Kober.

Dennoch will die Kirche ihr Glück ein bisschen erzwingen: Publikumswirksam lagert sie die neuen Bronzeglocken in einem Vorraum, durch den die Besucher hindurch müssen. „Vielleicht wird der eine oder andere Tourist dadurch noch eher auf unseren Spendenaufruf aufmerksam“, sagt Kober.

Wer mehr als 20 Euro spendet, bekommt zudem nicht nur was auf die Ohren, wenn das neue Geläut erklingt. Als Dankeschön werden freigiebige Spender mit einem kleinen Dankeschön bedacht: einer kleinen Glocke aus dem Kupferblech des alten Daches der St. Petri-Kirche.

Doch egal, wie viel gespendet wird. Die Investition dürfte sich lohnen. Denn die Bronzeglocken sollen 400 bis 500 Jahre halten. Für die Kirche war es daher auch ein Glücksfall, als sie das Angebot aus Kassel erhielt, das Geläut zu einem vergleichsweise günstigen Preis von 55 000 Euro zu kaufen. Ein Wolgaster Spender machte es schließlich möglich.

Die Kasseler Petrus Kirchen-Gemeinde musste sich von ihren vier 1963 hergestellten Bronzeglocken trennen, da ihr Kirchturm die gewaltige Last nicht mehr tragen konnte. Die Glocken wiegen zwischen 683 und 1365 Kilogramm. „Das Geläut wäre eingeschmolzen worden, wenn es keine neue Verwendung dafür gegeben hätte“, sagt Pastor Hanke. In den Turm von St. Petri — das habe ein schwingungstechnisches Gutachten ergeben — würde das Geläut hingegen gut passen.

Noch fehlt aber eine fünfte Bronzeglocke, um die unterschiedlichen Grundtöne abzudecken, wie Hanke erklärt. 38 000 Euro kostet der Guss. Das Geld hat die Petri-Kirche inzwischen beisammen. Das macht Mut.

André Wornowski

Usedom Zitat gross a rl - Zitat

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