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Usedom Swinemünde plant Brücken-Maut
Vorpommern Usedom Swinemünde plant Brücken-Maut
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00:00 12.03.2013
Swinemünde

Die Emotionen kochen hoch: Swinemünde will künftig Geld für die Überfahrt der Brücke, die die Insel Wollin mit Kaseburg verbindet. Die Anwohner sind empört. „Die Menschen wollen keine Gebühren und man sollte es ihnen nicht übel nehmen“, sagt Teresa Janssen, Bürgermeisterin von Kaseburg.

Niemand konnte ahnen, dass der Bau so viele Emotionen wecken würde. Und doch: Um aus der Staatskasse etwas Geld zurückzubekommen, wollen die Behörden von Swinemünde, dass Autofahrer in Zukunft für eine einmalige Durchfahrt für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen zwei Zloty bezahlen und für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen fünf Zloty. Diese Sätze sollen nur für Fahrzeuge von außerhalb der Stadt gelten, zum Beispiel Touristen. Einwohner würden zehn Zloty für das gesamte Jahr bezahlen, bei größeren Fahrzeugen 25 Zloty. Die Gebühren sollen mindestens zehn Jahre gelten. „Die Einführung von Gebühren ermöglicht uns die Mehrwertsteuer in Höhe von acht Millionen Zloty wiederzubekommen. Das Geld würde man in Kaseburg investieren, vor allem für die Kanalisation“, erklärt Robert Karelus, ein Sprecher des Präsidenten von Swinemünde.

Am vergangenen Freitag trafen sich die Einwohner von Kaseburg mit Barbara Michalska, Vizepräsidentin von Swinemünde. Nach einer nervösen Diskussion fand eine Abstimmung über die Maut-Einführung für die Brückenüberfahrt statt. Die überwiegende Mehrheit der Bewohner — mehr als 95 Prozent — wollen demnach keine Veränderungen. Aber die Behörden in Swinemünde werden ihre Pläne wahrscheinlich nicht so schnell aufgeben. Sie argumentieren, dass die Gebühren für die Brückenüberfahrt nichts Ungewöhnliches seien und an vielen anderen Orten in Europa auch gut funktionierten. Entscheiden muss darüber noch der Stadtrat, ein Termin steht jedoch noch nicht fest. Die Selbstverwaltung muss sich aber beeilen, denn in diesem Jahr endet die Gültigkeit der Dokumentation der Kanalisierung von Kaseburg.

Die Einwohner waren von Anfang an gegen so eine Lösung und sind entschlossen, ihre Argumente zu verteidigen. Selbst der Präsident von Swinemünde konnte sich davon überzeugen, als er am letzten Zusammentreffen teilnahm, das mit einem Streit endete. „Unsere Insel wird vernachlässigt, wir zahlen aber alle Steuern, die immer höher werden. Über den Kanalisationsbau wird seit zehn Jahren gesprochen, die Bewohner haben es schon längst satt“, so Teresa Janssen.

Die Einwohner befürchten, dass durch die Einführung der Gebühren weniger Touristen kommen werden. Auch sind sie verärgert darüber, dass die Kanalisation schon vor ein paar Jahren gebaut werden sollte. Sie fügen hinzu, dass die Brücke kostenlos sein muss, da sie vom Geld der Bewohner gebaut wurde und die einzige Zufahrt zu ihren Häusern ist.

Die neue Brücke hat von Anfang an viele Kontroversen ausgelöst. Die Stadt hat für den Bau mehr als 40 Millionen Zloty ausgegeben, was viele für zu teuer gehalten haben. Einige behaupten sogar, dass der Bau unnötig war. Derzeit wird der Fall von der Staatsanwaltschaft behandelt.

Radek Jagielski

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