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Swinemünder Schneider wagen sich an polnische Rekord-Fahne

Swinemünde Swinemünder Schneider wagen sich an polnische Rekord-Fahne

Slawomir Nowakowski will im kommenden Jahr Guinness-Rekord knacken

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Swinemünde. Anlässlich des Fahnentages wurde am 2. Mai am Leuchtturm in Swinemünde wieder die größte Nationalflagge Polens gehisst. Sie ist größer als ein Basketball-Feld! Somit wurde der im vergangenen Jahr aufgestellte Größenrekord übertroffen. Genäht wurde die Flagge im Schneider-Studio der Familie Nowakowski, an der Konstytucji 3 Maja Straße in Swinemünde. Dank der Erfahrung der geschickten Handwerker gelang ihnen dabei ein perfektes Produkt.

OZ-Bild

Slawomir Nowakowski will im kommenden Jahr Guinness-Rekord knacken

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Slawomir und Ewa Nowakowski kündigen an, dass sie in einem Jahr sogar den Guinness-Rekord schlagen wollen. Aufgrund ihres Engagements und ihrer Fähigkeiten ist dies gut möglich. Familie Nowakowski näht polnische Flaggen seit vier Jahren. Schneiderei ist ihre Leidenschaft und Familientradition. Die Familie begann mit vier Nähmaschinen. Inzwischen zählt ihr Technikpark 26 Maschinen. „Schon mein Vater war Schneider. Er kam Ende der 1950er Jahre nach Swinemünde“, berichtet Slawomir Nowakowski. „Als wir unsere eigene Firma gegründet haben, hat er uns unterstützt. Wir betreiben unser Studio seit 13 Jahren. Früher nähten wir zu Hause vor allem Bettwäsche. Unser Stand befand sich am Stadtmarkt an der Grunwaldzka Straße. Nachdem wir ins neue Lokal umgezogen, stellte sich heraus, dass sich die Bettwäsche nicht so gut verkauft. Menschen kamen und fragten nach verschiedenen Aufträgen und so ist es geblieben. Jetzt nähen wir alles – von Brautkleidern und Anzügen bis zu nicht entflammbaren Vorhängen für Hotels. Wir nehmen jeden Auftrag entgegen.” Jedes Mal ist die Flagge größer. Die erste hatte eine Fläche von 380 Quadratmeter. In diesem Jahr waren es unglaubliche 558 Quadratmeter. Die Fahne wiegt fast 60 Kilogramm. An deren Herstellung waren drei Personen beteiligt. Zusammengefaltet wurde die fertige Fahne in einer Turnhalle.

Das Nähen der ersten Flagge war am schwierigsten, weil technisch sichergestellt werden musste, dass sie später nicht reißt. „Jetzt wissen wir, wie es geht“, sagt Slawomir Nowakowski.

Auf den ersten Blick erscheint das Studio von Familie Nowakowski eher gewöhnlich. Im Raum, wo die Kunden empfangen werden, hängen schöne Kleider und Vorhänge. Das Herz des Studios schlägt im Hinterzimmer, in dem sich alle Maschinen und anderen Geräte befinden, die zum Erledigen komplizierter Aufträge nötig sind. Einige werden nur ein paar Mal pro Jahr verwendet. Slawomir Nowakowski lobt am meisten die originellen japanischen Nähmaschinen, deren Leistung weltbekannt ist. Einige haben bereits etliche Jahre auf dem Buckel, aber heutige Geräte seien nicht in der Lage, sie zu ersetzen.

Kann heute ein Schneider mit großen Konfektionskonzernen konkurrieren? Slawomir Nowakowski antwortet kurz und knapp: „Zwar gibt es viele Geschäfte und Einkaufszentren, aber die Menschen kommen zu uns, weil sie etwas Einzigartiges haben wollen.”

Gemälde, Grafiken und Fotos im Kulturort 44

Die Galerie „Miejsce Sztuki44“ (Kulturort 44) in der Straße Armii Krajowej 13 in Swinemünde zeigt Werke führender polnischer Künstler. Erstmals kommen Dozenten hierher, um ihre Arbeiten und Performances der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Vernissage findet heute um 18 Uhr statt. Ausgestellt sind Gemälde, Grafiken und Fotoaufnahmen der 1960er bis 1990er Jahren. Morgen steht um 18 Uhr eine Performance auf dem Programm, die von den eingeladenen Künstlern gemeinsam gestaltet wird. Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist jeweils frei. FOTO: MIEJSCE SZTUKI44

Radek Jagielski

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