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Usedom Swinemünder Wirtschaft hat viele offene Stellen
Vorpommern Usedom Swinemünder Wirtschaft hat viele offene Stellen
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00:00 21.06.2016
Zur jüngsten Jobmesse in Swinemünde fanden sich etwa 1500 Besucher ein. Quelle: Caz Swinoujscie

Die Arbeitslosigkeit in Swinemünde nimmt weiter ab. Im März 2016 waren in der Stadt lediglich 1012 Personen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenrate betrug 7,1 Prozent und war um 1,1 Prozent niedriger als im selben Monat des Vorjahres. Hinzu kommt, dass nach dem Start in die Saison mit einer zusätzlichen Belebung des Arbeitsmarktes zu rechnen ist. Daher scheint die Annahme realistisch, dass in diesem Jahr ein Rekord geschlagen und die Arbeitslosenrate in Swinemünde unter 5,9 Prozent fallen wird.

Die Nähe zur polnisch- deutschen Grenze und die Möglichkeit des ungehin- derten Personentransfers in der Schengen-Zone verur- sachte den Abfluss lokaler Bevölkerung.“ Joanna Sokalska, Chefin des Arbeitsamtes Quelle: Radek Jagielski

Gute Arbeitskräfte in dem Kurort sind inzwischen rar, was die Arbeitgeber zunehmend vor Probleme stellt. In der Stadt künden allerorten an den Türen von Geschäften Stellenangebote von der guten Konjunktur. Neue Handelsgalerien und Hotels müssen inzwischen auswärtige Arbeitnehmer beschäftigen. Dies trifft insbesondere auf Führungskräfte zu. Doch nicht jeder möchte jeden Tag vom Festland zur Insel Usedom pendeln und die Zeit für das Warten auf die Fähre verlieren. Alternativ eine Wohnung zu mieten, will gut überlegt sein, da die Mietpreise in dem Kurort viel höher als in anderen Städten sind.

Die Lohnspanne in Swinemünde ist gewaltig. In solchen Berufen wie etwa Physiotherapeut oder Inspektor beträgt das durchschnittliche Bruttoeinkommen 2500 bis 2800 Zloty, während Informatiker, Buchhalter und Ingenieure 2200 bis 3000 Zloty verdienen. Weniger bekommen Zahnarztassistenten, Krankenschwestern, Briefträger und Finanzberater. Ihre durchschnittliche Vergütung überschreitet selten die 2500 Zloty-Grenze. Zu den vergleichsweise schlecht bezahlten Berufsgruppen zählen Kellner, Küchenhilfskräfte, physische Arbeiter und Verkäufer. Hier beträgt die Vergütung rund 1850 Zloty.

Bisweilen fallen die Löhne in ein und derselben Berufsgruppe sehr unterschiedlich aus. Im Vergleich zu privaten Firmen sind die Löhne in der Verwaltung höher. Die Gehälter zum Beispiel von Vorstandsmitgliedern und Führungskräften sind überdies transparent. Der Präsident der Stadt Swinemünde Janusz Zmurkiewicz etwa verdient 12340 Zloty brutto; seine Stellvertreter 11400 Zloty.

Die Geschäftsführer städtischer Gesellschaften werden noch großzügiger entlohnt. Der Chef der Wärmeversorgung bekommt monatlich über 14000 Zloty.

Junge Swinemünder, die mehr verdienen wollen, ziehen nach Stettin oder arbeiten in Deutschland. Diese Arbeitskräfte fehlen wiederum auf dem lokalen Arbeitsmarkt. Selbst das Arbeitsamt in Swinemünde meldet 278 offene Stellen. „Die Nähe zur polnisch-deutschen Grenze und die Möglichkeit des ungehinderten Personentransfers in der Schengen-Zone verursachten den Abfluss lokaler Bevölkerung, die den deutschen Arbeitsmarkt verstärkt hat. Dies führte dazu, dass Arbeitskräfte fehlen, an deren Stelle zunehmend Ausländer beschäftigt werden“, berichtet Joanna Sokalska, Leiterin des Arbeitsamtes in Swinemünde. Die betreffenden Arbeitnehmer kämen bevorzugt aus Armenien, Weißrussland, Moldavien, Georgien, Russland und aus der Ukraine. Die Arbeitgeber in Swinemünde haben sich bereit erklärt, fast 500 Ausländer zu beschäftigen. In dem Kurort sind auch Firmen entstanden, die Arbeitskräfte aus Osteuropa vermitteln.

Radek Jagielski

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