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Usedom Tage der jüdischen Musik
Vorpommern Usedom Tage der jüdischen Musik
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01:22 28.11.2016

. Synagogen und jüdisches Leben gab es am Ende des 19. Jahrhunderts in nahezu jeder Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern.

Deportationen und die Zerstörung der Synagogen in der Nazizeit beendeten diese einst reiche Tradition im Norden. Diesem fast vergessenen Kapitel der Geschichte und Gegenwart Mecklenburg-Vorpommerns widmen sich die „Internationalen Tage jüdischer Musik“.

Vom 12. bis 14. Dezember lädt die erstmals stattfindende Veranstaltungsreihe des Usedomer Musikfestivals ein, jüdisches Leben, Musik und Geschichte in MV an Originalschauplätzen – den restaurierten Fachwerksynagogen von Stavenhagen, Hagenow und Röbel – zu entdecken. Es gibt hochkarätige Konzerte, etwa mit Ur- und Erstaufführungen verfemter jüdischer Komponisten, gespielt von David Geringas (Violoncello), Jascha Nemtsov (Klavier), Avitall Gerstetter (Gesang & Band) sowie dem Diplomatischen Streichquartett Berlin. Eine Lesung und Führungen mit Alfred Grosser, Manfred Osten und Robert Kreibig vertiefen das Thema.

Am 12. Dezember um 19 Uhr eröffnen der international renommierte litauische Violoncellist David Geringas und der Pianist und Experte für jüdische Musik, Jascha Nemtsov, in der Synagoge Stavenhagen.

Im Konzert erklingen Werke von Max Bruch, Ernest Bloch und Mieczyslaw Weinberg. Ein besonderes Highlight wird die Uraufführung eines neuentdeckten Sonatenfragments des im sogenannten Dritten Reich verfemten und nach dem zweiten Weltkrieg vergessenen jüdischen Komponisten Walter Braunfels sein. David Geringas: „Wir freuen uns sehr, dass wir in Stavenhagen dieses völlig unbekannte Stück aufführen können.

OZ

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