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Usedom Tausende Gäste schon am ersten Wochenende
Vorpommern Usedom Tausende Gäste schon am ersten Wochenende
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00:00 21.03.2016

Solch einen Eröffnungstag erträumt sich jeder Marktbetreiber: Hunderte Kunden, die schon vor dem Start um 9 Uhr in der morgendlichen Kühle ausharren, ein gut gelauntes Publikum (das in der Mittagszeit in die Tausende geht) und lange Schlangen an allen Verkaufskassen! Dazu lacht Klärchen vom blauen Vorfrühlingshimmel — da konnte Unternehmer Robert Dahl nur noch ein Strahlemann-Gesicht präsentieren.

Inge Schneider aus Koserow trug Samstagfrüh schwer an einem Karton. Er enthielt ein Geschenk für die Marktbetreiber. Zu der bereits nahezu 40 000 Stück zählenden Sammlung von Kaffeekannen hatte sie weitere in Kobaltblau mitgebracht. „Ich finde die ganze Anlage toll, wir werden damit als Ort attraktiver.“ Enrico Dahl und Johannes Bast hatten sich in ihre schmucke Ausgangsuniform gehüllt, um für die örtliche Feuerwehr mit einer großen Pflanzschale zu gratulieren. „Robert Dahl hat von Anfang an den Kontakt zu uns gesucht, das war und ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen", berichteten beide.

Der Chef des Marktes demonstrierte und lebt seine Verbundenheit mit dem Ort nicht nur durch die Mitfinanzierung des Kreisverkehrs am Dorf-Areal. Er hat auch den Einheimischen Aktiv-Jahreskarten spendiert und wartete am Samstagfrüh auf zwei Insel-Nachwuchsmannschaften, die sich mit ihm ablichten ließen. Dahl weiß, wie man sein Unternehmen am Markt erfolgreich und sympathisch positioniert.

Und wird dafür mit einem über die Maßen großen Zulauf schon am ersten Tag belohnt.

Was den Gästen auffällt, sind ausnahmslos freundliche Mitarbeiter, denen man die Begeisterung an der Dienstleistung ansieht. „Es macht Spaß, solch‘ Unternehmen mit aus dem Boden zu stampfen“, versichert Kathrin Jabelmann, die mit Stefanie Richter in der Manufakturscheune ihren Job macht. „Herzeroberer“ steht auf ihren T-Shirts, offenbar die Philosophie der Firma. Gegen 12 Uhr Mittags sind nicht nur sämtliche Parkplätze besetzt, sondern an der Kartoffelsackrutsche herrscht genau solch immenser Andrang wie beim Steuern der Modellboote und an der Bobbycar-Station. Wer jetzt erst in den Bauernmarkt kommt, muss Zeit und Geduld mitbringen. So wie Anke Neubert (30) aus Oberwiesenthal und Jeannine Behm (Coswig). „Uns gefällt es hier absolut.“ Sie sind auf Reha-Kur in Ahlbeck und suchen das außergewöhnliche Mitbringsel. Angesichts der Vielfalt angebotener Regionalprodukte dürfte das gelungen sein.

Was noch gefällt: die historische Detailverliebtheit und der Umstand, dass und wie die Grabungen vor Ort aufgegriffen wurden.

Von Steffen Adler

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