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Usedom Liebevolle Betreuung von Hund, Kautz & Co
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13:10 25.10.2018
Hugo hat ein neues Zuhause gefunden. Quelle: Ingrid Nadler
Labömitz

“Jetzt können wir ein wetterdichtes Futterlager bauen", freut sich Jenny Kempke. Dass der Tierhof Labömitz bei einer Aktion des privaten Radiosenders Ostseewelle kürzlich 2000 Euro gewonnen hat, ist vor allem der jungen Chefin der Auffangstation zu verdanken. "Ich habe wie verrückt die erforderlichen Unterschriften gesammelt und dabei noch einmal erfahren können, wie viel Sympathie unserer Einrichtung entgegengebracht wird", sagt die 2. Vorsitzende des Vereins Tierhof Labömitz e. V.

Hier geht es ausgesprochen munter zu. Auf dem am Rande des Dorfes gelegenen Grundstück gibt es Dauerbewohner, oft alt und gebrechlich, die hier ihr Gnadenbrot bekommen. Und es gibt Gänse, Enten, Kaninchen, Schafe, Ziegen, Meerschweinchen, Ponnys, Frettchen. Zum Zeitpunkt unseres Besuches waren auch 15 Katzen und neun Hunde dort untergebracht. Man hat den Eindruck, in einem Haustier-Zoo zu sein. Sehr zur Freude der Mädchen und Jungen aus der Heringsdorfer Mutter- und Kind-Klinik, die zweimal in der Woche zu Besuch sind und für die das Streicheln und Füttern der Tiere eine wohltuende Therapie darstellt.

Aber eigentlich soll der Tierhof zumindest für Hunde und Katzen nur eine Zwischenstation sein. Die Vierbeiner sind entweder als herrenlose Streuner aufgegriffen oder ihren Besitzern weggenommen worden, weil sie ihre Tiere nicht artgerecht gehalten haben. Manche Vierbeiner haben ihre Bezugsperson durch Tod oder den Umzug in eine Pflegeinrichtung verloren. Für den Schäferhundmischling Hugo hat inzwischen ein neues Kapitel in seinem Hundeleben begonnen, er hat ein neues Zuhause. Traurig nur, dass dies eine Trennung von seiner Mutter bedeutete. Die beiden sind in der Nähe von Zirchow aufgegriffen worden. Über Facebook und andere soziale Netzwerke gelingt so manche Vermittlung. Auch nach Swinemünde gibt es rege Kontakte. Jenny Kempke hat den Abgabevertrag für Hugo schon fertig."Hier muss alles seine Ordnung haben", sagt sie und man merkt, dass ihr das Wohlergehen ihrer Schützlinge am Herzen liegt. "Wenn die Besitzer mit ihrem neuen Tier nicht zurechtkommen, sollen sie es lieber zu uns zurückbringen als es irgendwo einfach weiterzureichen."

Jenny Kempkes Mitarbeiterin Sophie Möllnitz kümmert sich im Rahmen der Aktion "Kitty" zusätzlich um Straßenkatzen. "Sie werden an ihren Futterplätzen eingefangen und zum Zwecke der Kastration zur Tierärztin gebracht", erzählt die Tierpflegerin. Mit Diethelm Wilewka und dessen Sohn Andreas ist ein Vierer-Team mit der Versorgung der Tiere beschäftigt. Große Unterstützung erfahren die Labömitzer von der Gemeinde Heringsdorf. "Wenn wir Hilfe brauchen, muss ich nicht lange darum bitten", lobt Jenny Kempke. Ein bisschen frustriert ist sie darüber, dass beinahe alle auf der Insel gefundenen Tiere bei ihr "abgeladen" werden. "Wir haben schon alle möglichen Wildtiere und Vögel jeglicher Art hier gehabt, die wir pflegen und dann auswildern müssen."

Was sie noch brauchen könnten, wären freiwillige Helfer, die zum Beispiel Ställe streichen oder sich mit handwerklichem Geschick hier und da einbringen. Und schön wäre es auch, wenn sich Leute fänden, die die Hunde regelmäßig ausführen. Die hatten es beim Besuch der OZ in der Tierauffangstation übrigens richtig gut, weil eine Klasse der Förderschule "Am Haff" gerade Praktikumstag hatte.

Umweltlotterie Bingo hilft

Träger der Einrichtung ist der Verein "Aktion Tier - Menschen für Tiere". Hierüber werden Fördergelder, unter anderem von der Umweltlotterie Bingo, generiert, ohne die ein Fortbestehen der kostenintensiven Unterbringung und Betreuung in Labömitz nicht möglich wären. Auch die Stiftung "Perspektive Usedom" ist ein zuverlässiger Partner des Tierhofes.

Ingrid Nadler

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