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Tierisch was los in Kölpinsee: So sehr nagt hier der Biber

Kölpinsee Tierisch was los in Kölpinsee: So sehr nagt hier der Biber

Seit Wochen gräbt sich das Säugetier seinen Weg durch die Gemeinde

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Der ehemalige Journalist Rainer L. Hein zeigt auf die Spuren, die durch den Biber rund um den Kölpinsee entstanden sind. Noch müssen die Behörden nicht in der Gemeinde eingreifen. In Wolgast musste die Feuerwehr gestern einen Baum an der Ziesebrücke fällen (Bild links). Er wäre beinahe auf die Fahrbahn gestürzt.

Kölpinsee. Als Rainer L. Hein aus Kölpinsee in der Vorwoche mit seinem Hunderüden „Willi“ eine Runde durch den Ort zog, traute er seinen Augen kaum. „Hier baut der Biber.

OZ-Bild

Seit Wochen gräbt sich das Säugetier seinen Weg durch die Gemeinde

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Diese Dimensionen habe ich noch nie in meinem Leben gesehen“, gesteht der 70-Jährige, der seit sechs Jahren auf der Insel Usedom wohnt. „Die Späne sind noch richtig frisch genagt. Hier muss er gerade gewesen sein“, betont er. Auf die Spur ist aber nicht Rainer L. Hein gekommen, sondern sein vierbeiniger Begleiter. „Willi schnüffelte und auf einmal stand er vor dem großen Bau“, sagt er.

Der Biber, der noch größer als ein Fuchs werden kann, leistete ganze Arbeit in der Gemeinde. „Besonders direkt am Kölpinsee und der näheren Umgebung hat er sein Revier mit zahlreichen abgenagten Baumstämmen markiert“, erklärt Hein, der das Treiben in den vergangenen Tagen immer wieder bei einem Spaziergang beobachtete. Auch an der Straße zwischen Kölpinsee und Stubbenfelde fielen bereits die ersten kleineren Bäume dem Biber zum Opfer. „Jeden Morgen ist ein neuer Ast oder Stamm angenagt“, sagt er.

„Dass der Biber aber bei seinem Bauvorhaben nicht gestört werden darf, ist gesetzlich geregelt. Er steht unter Naturschutz“, betont Landkreissprecher Achim Froitzheim auf OZ-Nachfrage. „Ihn zu jagen oder zu bekämpfen stellt eine Straftat dar“, erklärt. Eher sollten sich die Entdecker von diesen Biberburgen beim Landkreis melden. „Die Untere Naturschutzbehörde ist für solche Angelegenheiten zuständig. Sie kümmert sich dann und leitet womöglich weitere Schritte ein.“

Auch René Bergmann, Verwaltungsleiter des Amtes Usedom Süd, kennt die Biber-Problematik rund um den Kölpinsee. „Er gehört zu den geschütztesten Arten überhaupt. Noch hat er dort freie Hand, beziehungsweise ’freien Zahn’“, sagt er. Der Wasser- und Bodenverband, der rund um den See die Wassergräben bewirtschaftet, meldete noch keine Probleme durch die dort lebenden Biber. „Solange dort keine Probleme auftauchen, müssen wir nicht handeln“, sagt er.

Für Rainer Hein ist die Biberburg trotzdem ein sehenswertes Naturschauspiel. „Wahnsinn, wie er seine Äste hier anschleppt und daraus seine Burg herrichtet“, sagt er. Gesehen hat er das Tier verständlicherweise noch nie, denn der Biber ist ein sehr scheues Tier. „Ich habe mir alle Äste intensiv angesehen und fotografiert. Freunde von mir staunten auch nicht schlecht“, betont er.

Hannes Ewert

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