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Tierpflegerin adoptiert Känguru-Baby

Wolgast Tierpflegerin adoptiert Känguru-Baby

Ungewöhnliche Freundschaft sorgt für Aufsehen im Wolgaster Tierpark.

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Verstehen sich gut: Die Wolgaster Zootierpflegerin Claudia Wendt und das Känguru-Baby „Grace“.

Quelle: Tom Schröter

Wolgast. „Grace“ ist gegenwärtig die Attraktion des Wolgaster Familientierparks. Und das, obwohl das Bennett-Känguru nur 615 Gramm schwer und zumeist in einem Stoffbeutel verborgen ist.

Immer morgens nimmt Claudia Wendt ihren jungen Hüpfer aus seiner künstlichen Höhle, um ihn zu wiegen. Mit der Kondition ihres Schützlings ist die gelernte Zootierpflegerin bisher zufrieden: „,Grace’ wächst gut und fühlt sich richtig wohl in dem aus einer alten Trainingshose geschneiderten Beutel.“

Das kleine Känguru-Weibchen hat großes Glück: „Ihre Mama ,Maja’ hatte offenbar zu wenig Milch. Auf der Suche nach Nahrung fiel das Baby immer aus ihrem Beutel raus“, schildert Claudia Wendt. Als das Junge am Morgen des 30. Juni schließlich unterkühlt im Freien lag, nahm sich die junge Tierpark-Mitarbeiterin seiner an.

„Erstmal wurde das kleine Känguru unters T’Shirt gepackt und auf Körpertemperatur gebracht, bis es sich wieder gut regte“, erklärt die Wolgasterin. „Dann habe ich meine Wintermütze als Beutelersatz geholt und die Kleine darin untergebracht.“ Was aber die Ernährung anging, war guter Rat teuer. Zum Glück konnte der Vogelpark Marlow, wo die 24-jährige Peenestädterin ihre Ausbildung absolviert hat, mit Rat und Tat weiterhelfen.

Noch etwa zwei Monate, so schätzt die Wolgaster Ersatzmutti, werde sie „Grace“ weiter im Beutel mit sich herumtragen. Dann soll es in die Känguru-Herde des Tierparks zurück.

Tom Schröter

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