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Usedom Tomeks berührendes Schicksal
Vorpommern Usedom Tomeks berührendes Schicksal
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00:00 07.09.2016

„Unser Sohn lebt, lächelt, lernt die Welt kennen, die er beobachten kann. Ein solches Bild würden wir gerne vor den Augen behalten. Leider hat Tomek Krebs – einen tödlichen, bösartigen Tumor, der in seinem rechten Auge platziert ist“, sagt Malgorzata, die verzweifelte Mutter des Jungen.

Dies ist ein weiteres Kind aus Swinemünde, das dringend Hilfe braucht. Die einzige Chance ist eine Operation in den USA. Dank der Großzügigkeit vieler Menschen ist es gelungen, 165 000 Dollar für die zweijährige Behandlung von Tomek im Ausland zu sammeln. Leider ist dies erst der Anfang des Kampfes um seine Gesundheit. Erforderlich sind weitere Mittel.

Viele fragen sich, warum in Polen solche Operationen nicht durchgeführt werden, und die Hilfesuche im Ausland nötig ist. Und warum die Behandlung nicht vom Staat finanziert wird. Auch viele Leser der OSTSEE-ZEITUNG haben darauf während der Geldsammlung für kranke Kinder aufmerksam gemacht. Die Situation des Gesundheitswesens in Polen ist indes nicht die beste – so teure Operationen kann sich der Nationale Gesundheitsfonds nicht leisten. Es kommt außerdem vor, dass eine spezialisierte Ausrüstung und Fachärzte fehlen. Viele junge Ärzte sind bereits ins Ausland gegangen, wo bessere Arbeitsbedingungen und Löhne garantiert werden.

Tomek muss in den USA behandelt werden, da sein Fall ausgesprochen kompliziert ist. Der Junge kam gesund und stark zur Welt. Der Tumor erwies sich indes als extrem hinterlistig. Er gab keine typischen Symptome, was charakteristisch für ein Retinoblastom ist. Hinzuzufügen ist, dass das Auftreten dieser Art von Krebs etwa drei Prozent beträgt. Das erste beunruhigende Signal entdeckte der Papa von Tomek. Das rechte Auge des Kindes war etwas abgewichen.

„Wir hatten eine Visite bei einer Professorin in Stettin, die ohne gründliche Untersuchung und ohne jegliche Einleitung sagte: ’Ihr Sohn hat einen Tumor in seinem Auge.’ Wir waren wie erstarrt. Wir wussten nichts darüber, wollten weglaufen, aber wohin, wir wollten etwas unternehmen, aber in welcher Richtung? Die Panik war stärker als rationales Denken, das jetzt am dringendsten nötig war“, sagt die Mutter von Tomek. In Warschau hat eine Untersuchung das Schlimmste bestätigt. Ein großer Tumor im Auge und dazu die nüchterne Information, dass das Auge wohl zu entfernen sein wird.

Die Situation des Jungen ist sehr schwierig, da der Tumor sehr nah an der Aderhaut liegt, was zu Metastasen an den Knochen, am Gehirn und im anderen Auge führen kann. Tomek erhielt Chemotherapie und auch ein spezielles Medikament. Leider kamen nach einem anfänglichen Erfolg neue harte Zeiten. Nach einer weiteren Medikamentenverabreichung ist Tomeks Auge in einem unvorstellbaren Ausmaß

geschwollen. Die Ärzte waren hilflos, weil der Junge eine Anomalie hatte, von der nur fünf Prozent aller Patienten betroffen sind, und die Medikamentendosis, die gegen den Tumor gerichtet war, keine Chance hatte, ihn zu erreichen. Deshalb fiel das Urteil: Das Auge muss entfernt werden.

Doch die Eltern wollten nicht so schnell aufgeben. Sie erfuhren, dass bei einem Arzt in den USA solchen Kindern eine zweite Chance gegeben wird. Leider mussten Tomeks Eltern dafür 165 000 Dollar einzahlen. Sie wandten sich um Hilfe an die Einwohner von Swinemünde. Es begann der Wettlauf mit der Zeit. Es wurden Sammlungen, Charity-Aktionen und Feste organisiert. Es funktionierte! Tomek ist bereits im Krankenhaus in den Vereinigten Staaten. Die Operation ist geplant, es werden aber weitere Kosten anfallen.

Alle, die dem Kind helfen möchten, können die Webseite www.siepomaga.pl/tomekcieciorko besuchen, wo man sehr einfach selbst die kleinsten Summen einzahlen kann. Informiert wird auch mit Hilfe verschiedener Wohltätigkeitsaktionen über das Schicksal von Tomek in Swinemünde.

Radek Jagielski

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