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Tourismus-Boom: Swinemünde hängt viele ab

Swinemünde Tourismus-Boom: Swinemünde hängt viele ab

Polnische Touristiker erwarten in diesem Jahr Rekordergebnisse. Die Auslastung ist besser als 2013. Neue Hotels sollen den Standard anheben.

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In Swinemünde sind auch kurz vor dem Schulbeginn immer noch viele Touristen an den Sträden unterwegs.

Quelle: Bartlomiej Wutke

Swinemünde. Die touristische Hauptsaison geht in Swinemünde langsam dem Ende entgegen. Am 1. September beginnt in Polen das Schuljahr. Aus vielen Ecken Polens ist zu hören, dass diese Saison sehr erfolgreich war. Ein Erfolgsgarant war das sonnige und zumeist auch warme Wetter, welches sehr lange anhielt. In Swinemünde sind die Ergebnisse der Tourismusbranche vielversprechend.

„Die Saison war für unser Hotel erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahr stellen wir einen Besucheranstieg im Juli von rund 13 Prozent fest. Der Monat August bestätigt die wachsende Tendenz. Einen großen Einfluss darauf hatte das Wetter“, sagt Cezary Pacamaj, stellvertretende Vorsitzende von Interferie Medical SPA.

Im Moment sei es aber noch zu früh, um über die Rekordgewinne der Tourismusbranche zu sprechen. Viele wissen, dass es schwierig sein wird, das Jahr 2013 zu schlagen. Laut dem Internet-Finanzportal Money.pl verkauften die Hoteliers vor einem Jahr in Swinemünde mehr als 1,4 Millionen Übernachtungen. Das waren etwa zehn bis 15 Prozent mehr als im Jahr davor.

Im Durchschnitt verbringt jeder Tourist eine Woche in der Stadt. Nach Angaben der Seitenbetreiber haben die Gäste in Swinemünde etwa 2,2 Milliarden Zloty ausgegeben. Zum Vergleich: Kolberg hat vor einem Jahr drei Millionen Übernachtungen angeboten, und die durchschnittliche Hotelauslastung lag bei gerade mal 60 Prozent. Sopot an der Danziger Bucht verkaufte im vergangenen Jahr wiederum nur 600 000 Unterkünfte (ähnlich wie Misdroy), welches keinen Platz in den Top 10 ergab.

Die Statistik verdeutlicht den Hotelbetreibern und Gastronomen, dass das Potenzial der polnischen Seebäder noch nicht ausgeschöpft ist. Adam Hok, Vorsitzender des polnischen Spa Zentrums in Kolberg, sagt, dass seine Stadt in den Ranglisten wegen der hohen Qualität der Unterkünfte an Attraktivität gewinnt. „In Kolberg gab es viele Investitionen in Hotels höherer Kategorie. Wir haben über 3000 Betten mit vier und fünf Sternen, und alle sind voll. Es gab schon keine freien Zimmer an langen Wochenenden im Mai und Juni“, sagte Hok bei einem Interview.

Nach Ansicht von Experten hat Swinemünde die Chance, mit Kolberg gleich zu ziehen. Und die Qualität der Unterkunftsbasis steigt weiter — demnächst ist die Eröffnung eines Luxus-Komplexes, dem Fünf-Sterne-Hotel Baltic Park Molo an der Promenade und einem Vier-Sterne-Resort West Baltic Resort Spa & Wellness, geplant. In Swinemünde entstehen auch andere, kleinere Appartements und Objekte, die von sehr hohem Standard sind.

Auf der Internetseite steht, dass Swinemünde unter den Städten und Landkreisen einen Platz unter den besten zehn belegt, wo die Touristen am meisten Geld im Jahr lassen. Vor der Kurstadt befindet sich der Landkreis Hirschberg, Danzig, Beskiden (Landkreis Cieszyn und Nowy Sacz), Tatra, Kolberg und Landkreis Kolberg, Krakau und an erster Stelle Warschau. Von den „Top 10“ haben die meisten Ausländer Krakau besucht und Swinemünde.

Die guten Ergebnisse in der Tourismusbranche spiegeln sich in der finanziellen Situation wider. Im vergangenen Jahr flossen durch die Einnahme aus Kurtaxe (4 Zloty pro Tag) etwa fünf Millionen Zloty in die Stadtkasse.

Zahlen und Fakten
85,7 Millarden Zloty Umsatz verzeichnete die Tourismusbranche im vergangenen Jahr laut dem Internetportal Money.pl.
Grundlage für die Berechnung bildete die Zahl der gebuchten Übernachtungen.
43 Millarden Zloty hinterließen die Besucher in den Landkreisen und Städten, die zu den „Top 10“ gehören.

 



Radek Jagielski

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