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Usedom 2019: Investitionen von vier Millionen Euro
Vorpommern Usedom 2019: Investitionen von vier Millionen Euro
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12:06 01.12.2018
Hier soll das Parkhaus am Heringsdorfer Bahnhof entstehen. Quelle: Henrik Nitzsche
Heringsdorf

Knapp vier Millionen Euro will der Eigenbetrieb der Kaiserbäder im nächsten Jahr in die touristische Infrastruktur investieren. Der größte finanzielle Brocken ist der geplante Bau des Parkhauses am Heringsdorfer Bahnhof für rund zwei Millionen Euro. 1,2 Millionen Euro stehen auf der Agenda für die Fertigstellung des Tourismus Service Zentrums in der Heringsdorfer Delbrückstraße. So steht es im Wirtschaftsplan 2019, der am Donnerstagabend mehrheitlich den Heringsdorfer Gemeinderat passiert hat. Festgezurrt ist das Zahlenwerk damit aber noch lange nicht, wie Mike Golon vom Eigenbetrieb auf Nachfrage von Gemeindevertreter Arne Reyher (BI) betont.

In der Dezember-Sitzung des Eigenbetriebsausschusses der Gemeindevertretung soll nämlich die Kalkulation für die Kurtaxe 2019 vorgestellt werden, die Grundlage für die Ausgaben innerhalb des Wirtschaftsplanes ist. Im Raum stehe die Anhebung der Kurtaxe um 40 Cent auf dann 2,90 Euro. Damit soll quasi der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) subventioniert werden. Ab 2019 will die Gemeinde Heringsdorf das erfolgreiche Projekt „Freie Fahrt mit der Kaiserbädercard“ in Zusammenarbeit mit der Usedomer Bäderbahn (UBB) fortsetzen. Seit August 2018 konnten in einem vom Land geförderten Pilotprojekt in den Kaiserbädern Inhaber einer Kurkarte kostenlos mit dem Bus fahren. Die Resonanz war groß, die Förderung fällt nun aber weg. Für Anfang 2019 kündigte Heringsdorfs Vize-Gemeindeoberhaupt Andreas Hartwig Vertragsgespräche mit der UBB an. Da soll es um den Fahrplan, Taktzeiten und um Haltestellen gehen. „Wir müssen schauen, wie wir beispielsweise Gothen und Sellin anschließen können“, so Hartwig.

Eine eventuelle Anhebung der Kurtaxe um 40 Cent hält Arne Reyher dennoch „für überzogen. Wenn wir über den ÖPNV diskutieren, sollten auch die Events, die über die Kurtaxe finanziert werden, auf den Prüfstand kommen“, forderte der Ahlbecker. In dem Zusammenhang wurde bekannt, dass das Piratenspektakel auf dem Heringsdorfer Sportplatz im kommenden Jahr nicht stattfinden wird. „Die Absage kam von der Veranstaltungsagentur“, sagt Mike Golon.

Neben den beiden Millionen-Investitionen (Parkhaus und Tourist-Info) sollen 2019 für rund 100 000 Euro die ersten zehn Stationen für den Kaiserbäder-Erlebnispfad errichtet werden. Für die Planung des Umbaus des Hans-Werner-Richter-Hauses in Bansin zur Touristinformation sollen 270 000 Euro im Budget eingeplant werden. Für den Erwerb von zehn Marktständen sind 25 000 Euro reserviert.

Dass das Parkhaus Ende 2019 stehen könnte, davon geht Mike Golon aus. „Die Planung läuft. Die Errichtung dürfte zügig gehen, weil es sich ja um eine Stahlkonstruktion handelt.“ Das Parkhaus sei notwendig für den geplanten Baumwipfelpfad, der im Wald am Bahnhof errichtet werden soll. Die Erlebnis Akademie AG aus dem bayerischen Bad Kötzting will einen barrierefreien Baumwipfelpfad errichten, der bis zu maximal 22 Meter hoch und knapp 1300 Meter lang sein wird. Investieren will das Unternehmen rund sechs Millionen Euro. Der Entwurf des Baumwipfelpfades ging jüngst mit knapper Mehrheit im Gemeinderat durch, so dass die Planung fortgesetzt werden kann.

Investieren will der Eigenbetrieb im kommenden Jahr auch in die Ostseetherme. Hier soll für rund 80 000 Euro eine neue Rauch- und Wärmeabzugsanlage eingebaut werden. Für 107 000 Euro ist die Sanierung des Solebeckens vorgesehen. Geplant sind auch die Erneuerung von sechs Strandaufgängen (180 000 Euro) und die Sanierung des Seesteges in Ahlbeck (Geländer, Belag, Beleuchtung) für rund 600 000 Euro.

Henrik Nitzsche

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