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Usedom Touristiker bangen um Kurzurlauber
Vorpommern Usedom Touristiker bangen um Kurzurlauber
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00:01 27.10.2017
Das abgesackte Autobahnteilstück der A 20 an der Trebeltalbrücke bei Tribsees muss repariert werden. Quelle: Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Seit heute um 8.30 Uhr geht auf der A 20 bei Tribsees nichts mehr. Aufgrund der absackenden Autobahn muss das Teilstück voll gesperrt werden.

Autofahrer müssen Umleitungen in Kauf nehmen. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Welche Auswirkungen hat dies auf die Insel Usedom? Laut Quellmarktstatistik der UTG kommen rund 20 Prozent der 1,34 Millionen Urlauber aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen, NRW, Bremen und MV und benutzen die Strecke.

Lars Petersen, Bürgermeister in Heringsdorf, hat allmählich kein Verständnis mehr für die derzeitige Situation. „In Schwerin sitzen alle warm und trocken. Anstatt vorher zu agieren, muss jetzt reagiert werden. Jetzt müssen erst wieder etliche Gutachten erstellt werden“, sagte er gestern. „Wenn es bei den zwei Kilometern Umleitung bleibt, die bisher angedacht waren, wäre es noch zu verschmerzen, aber die jetzige Strecke über Bad Sülze und Sanitz ist ein riesiger Umweg“, betont er.

„Ich denke, dass die Urlauber, die kurzfristig kommen wollen, teilweise wegbleiben“, sagt „Seeklause“-Chef Frank Römer aus Trassenheide. „Wenn ab Freitag auch noch die Spur Richtung Usedom gesperrt wird und der Schwerlastverkehr auch noch die Ausweichstrecke nehmen muss, kommen erhebliche Probleme auf die Anreisenden zu. Man hat es ja gesehen, dass bei Unfällen die Ausweichstrecke voll gesperrt wird“, sagt er.

„Einige werden sich mit Sicherheit überlegen, ob sie noch zu uns kommen. Zu Hochzeiten wie im Sommer geht hier sowieso kaum etwas und dann noch Verkehrseinschränkungen bei der Anreise“, sagt Kristin Kulz, Leiterin des Fremdenverkehrsamtes Zempin. „Die erste richtige Bewährungsprobe wird mit Sicherheit der Jahreswechsel sein. Innerhalb von fünf Tagen haben wir hier Auslastungen wie im Sommer“, erklärt Koserows Kur-Chefin Nadine Riethdorf. „Bis dahin wird auch keine Behelfsbrücke fertig sein. Wir werden sehen, was auf uns beziehungsweise die Gäste zukommt.“

„Usedom ist zu beliebt, als das die Urlauber jetzt von ihrer Reise zurücktreten würden. Ja, sie müssen sich auf Behinderungen einstellen, aber sie werden mit einer tollen Insel belohnt. Hoffentlich fallen die Behinderungen so gering wie möglich aus“, sagt Dehoga-Chef Krister Hennige in Zinnowitz und versucht, das A-20-Desaster nicht allzu sehr zu dramatisieren. „Klar, es kommen viele Gäste aus dieser Richtung. Die Autobahn ist ein wichtiges Argument, zu uns zu kommen.“

Hannes Ewert

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