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Wolgast Trailer-Montage als Marktlücke entdeckt

Für geplante Bootsfertigung im Industriegelände in Wolgast wird qualifiziertes Personal gebraucht

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Mariusz Krezel (r.) und sein Mitarbeiter Mirko Neubauer auf dem Hof der Firma Atlantis-Marine im Wolgaster Industriegelände, wo insgesamt etwa 400 Anhänger lagern.

Quelle: Foto: Tom Schröter

Wolgast. Ursprünglich wollte Mariusz Krezel schon im Sommer 2013 an seinem Standort im Wolgaster Industriegelände eine Bootsproduktion starten. Doch der Start, so berichtete er jetzt, verlief alles andere als reibungslos. „Die Mitarbeiter, die mein damaliger Kompagnon eingestellt hatte, waren nicht ausreichend qualifiziert“, sagt der 52-Jährige. Daher habe man nicht jene hohen Qualitätskriterien erreicht, die man sich selbst gesetzt hatte. Er und der Geschäftspartner seien in der Folge getrennte Wege gegangen.

Um die Hallen des früheren Berufsfortbildungswerkes (bfw) an der Karriner Straße trotzdem zu nutzen, sahen sich Krezel und sein neuer Mitstreiter Mirko Neubauer (39) nach alternativen Möglichkeiten um. Und sie wurden fündig. Seit etwa einem Jahr werden in der Firma Atlantis-Marine Boots- und Jetskitrailer sowie Pkw- und Motorrad-Anhänger der Firma Martz montiert und vermarktet. Die unterschiedlich dimensionierten Anhänger sind für eine Nutzlast von bis zu drei Tonnen ausgelegt. „Wir kaufen die fertigen Bausätze von einem deutschen Anbieter und bauen die Teile an unserem Standort in Wolgast zusammen“, berichtet Mariusz Krezel. Die Nachfrage nach Fahrzeuganhängern in Deutschland sei enorm. Jährlich würden etwa 280000 Neuzulassungen registriert.

Krezel, gelernter Maschinenbautechniker, will gern eigene Anhänger in Wolgast bauen und unter einem eigenen Label auf den Markt bringen. Doch die dafür unter anderem benötigten Kantbänke seien sehr teuer. Versuche, über das Landesförderinstitut an öffentliche Zuschüsse zu kommen, um die erforderlichen Investitionen vorfinanzieren zu lassen, seien gescheitert. Die angebotene Hilfe habe sich auf eine mögliche Vermittlung arbeitsloser Personen aus Wolgast beschränkt, schildert Krezel enttäuscht.

Trotzdem wolle er seine Pläne nicht zu den Akten legen. Arbeitsgänge, wie zum Beispiel das Schweißen von Teilen, und die dafür benötigte Technik seien von ihm durchaus finanzierbar. „Ich bin derzeit bei der Kalkulation“, so der aus Polen stammende Geschäftsmann, der Eigentümer der ausgedehnten Immobilie im Gewerbegebiet Poppelberg ist. Insgesamt 400 verkaufsfertige Trailer und Anhänger lagern aktuell auf dem Betriebsgelände und warten auf einen Käufer.

Auch die Bootsfertigung haben Krezel und Mirko Neubauer weiter im Blick. Beabsichtigt sei voraussichtlich ab 2018 die Produktion von jährlich bis zu 30 Freizeitbooten aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Anders als bei der missglückten Premiere, solle die Fertigungsstrecke diesmal mit geschultem Personal besetzt werden und schrittweise hochgefahren werden.

Tom Schröter

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