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Triker ließen für tote Freunde die Motoren aufheulen

Usedom Triker ließen für tote Freunde die Motoren aufheulen

Seit 20 Jahren laden Pommern-Triker zu Treffen auf die Insel ein / Beim Gottesdienst auf dem Usedomer Markt gedachten sie mit Hans-Ulrich Schäfer (†) einem Mitbegründer

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Sylvia und Heiko Trimborn aus Anklam begeben sich nach dem Gottesdienst im Triker-Corso auf die Ausfahrt. Fotos (5): Angelika Gutsche

Usedom. Der Usedomer Markt war am Samstagmittag fest in der Hand der Triker. Gemeinsam mit Pastor Gunther Schulze feierten sie einen echten Triker-Gottesdienst – einer der Höhepunkte des Usedomer Treffens, zu dem die Pommern-Triker bis gestern eingeladen hatten.

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Seit 20 Jahren laden Pommern-Triker zu Treffen auf die Insel ein / Beim Gottesdienst auf dem Usedomer Markt gedachten sie mit Hans-Ulrich Schäfer (†) einem Mitbegründer

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Dabei gedachten sie den auf Straßen ums Leben Gekommenen und dem kürzlich verstorbenen Usedomer Pastor Hans-Ulrich Schäfer, der die Treffen vor 20 Jahren mit ins Leben gerufen hatte und mit einem Gottesdienst auf dem Markt der Inselstadt ganz besonders prägte. Für Schäfer und andere ließen sie ihre Motoren aufheulen

152 Trikes auf dem Festplatz In 152 Fahrzeugen waren Triker aus Deutschland, der Schweiz, Polen und Schweden gekommen, um den 20. Geburtstag des Gastgebervereins mitzufeiern. Den weitesten Weg hatten Frédéric und Anni Kuster aus dem 1140 Kilometer entfernten Oesingen (Schweiz). „Wir kommen immer gern nach Usedom, weil es hier so schöne Ausfahrten gibt“, sagt die gebürtige Stralsunderin. Wie andere Trikefreunde bleibt sie noch länger in der Region und hängt einen Urlaub in der alten Heimat an.

Die älteste Trikerin auf dem Vereinsplatz vor der Stadt war Emma Hübner aus Halle. „Die 80-Jährige war zwar nicht mehr bei den Ausflügen dabei, liebt aber die Gemeinschaft auf dem Platz“, sagt Kerstin Tietz vom Vorstand der Pommern-Triker. Auch Andrej Szuflita war am Freitag in Usedom geblieben, als die Freunde im großen Konvoi zu den Usedomer Städtepartnern nach Wollin fuhren und dort das Wikingerlager besuchten. Der Bauingenieur aus Koszalin, der zum zweiten Mal auf der Insel ist, sah sich unterdessen auf Usedom um. „Bei den Wikingern war ich schon“, so seine Begründung. Dafür fuhr er am Samstag mit den insgesamt 180 Fahrzeugen durch Swinemünde und die Kaiserbäder. „Wir haben uns gefreut, dass sich dabei weitere Freunde aus der Region zu uns gesellten“, sagt Kerstin Tietz.

Alle zwei Jahre laden die Usedomer Motorsportfreunde auf die Insel ein. „Das beste Lob ist für uns, dass die Gäste auf unsere Treffen per Mund-zu-Mund-Propaganda aufmerksam werden. So auch Sylvia und Heiko Trimborn. „Wir sind viel mit dem Trike unterwegs und beim Usedomer Treffen schon zum vierten Mal dabei“, sagen die Anklamer, die sich auch immer auf alte Bekannte, wie Michael Müller aus Waren an der Müritz freuen: „Wir nennen ihn den Schrauber, weil er so ziemlich alle Werkzeuge, sogar Nähzeug, dabei hat und bei Problemen fast immer helfen kann.“

Echte Freunde Wie beinahe alles im gesellschaftlichen Leben der Inselstädter profitieren auch die Pommern-Triker von der engen Städtepartnerschaft mit den Wollinern. So ließ sich deren Bürgermeister Eugeniusz Jasiewicz, nachdem er die Triker schon durchs Wikinger-Lager geführt hatte, auch nicht den Gottesdienst auf dem Markt entgehen, als Amtskollege Jochen Storrer den Trikern dankte, wieder „den vertrauten Sound der Maschinen und das besondere Flair“ in die Stadt gebracht zu haben. „Nun stehe ich hier schon seit 2005 und darf Euch begrüßen. Immer kann ich etwas Neues berichten. Vor zwei Jahren war nach dem Umbau gerade das Rathaus eingeweiht worden. Wenn Ihr in zwei Jahren wiederkommt, hoffe ich, dass wir mit dem Hafen fast fertig sind. Ihr werdet sehen, wie wertvoll das für die maritim geprägte Region ist“,so Storrer, der sich auf weitere Treffen freut.

Angelika Gutsche

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