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Usedom Trotz Handicap: Lösung gesucht für Baugrund am Peenestrom
Vorpommern Usedom Trotz Handicap: Lösung gesucht für Baugrund am Peenestrom
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06:42 13.09.2016

Die LGE Mecklenburg- Vorpommern verfolgt ihre Planung für einen „Wohnpark Am Fischmarkt II“ weiter. Daran, so Projektbetreuer Georg Lembcke, ändere auch der Umstand nichts, dass im Zuge einer Altlastenuntersuchung auf dem betreffenden Grundstück in Nachbarschaft der ASB-Kindertagesstätte „Brummkreisel“ (Siehe: Karte) Bodenkontaminationen festgestellt wurden. „Wir haben dort derart hohe PAK-Belastungen, dass, wenn das Gebiet bebaut werden soll, zuvor ein Bodenaustausch notwendig ist“, hatte Bürgermeister Stefan Weigler (parteilos) im Frühjahr den Stadtvertretern berichtet.

Inzwischen, so informiert der Projektbetreuer auf Anfrage, habe das Schweriner Büro Pro Umwelt im Auftrag der LGE MV das etwa 7000 Quadratmeter große Areal unter die Lupe genommen. Eine „Studie zur Optimierung der Untergrundsituation“ sei angefertigt und Vorschläge seien formuliert worden, wie ein gefahrloses Wohnen auf dem idyllisch gelegenen Baugrundstück an der Spitzenhörnbucht möglich ist.

„Die Vorschläge reichen von einer Aufschüttung bis zu einem Teilaushub“, erklärt Lembcke. In jedem Fall gehe es darum, „einen Abstand von einem Meter zur Belastung einzuhalten, damit der Pfad ,Untergrund – Mensch’ unterbrochen wird“.

Von Anfang an, so der LEG-Mitarbeiter, sei die perfekte Lösung nicht zu erwarten gewesen. „Ein Totalaushub, so wünschenswert dies auch ist, wird sich finanziell nicht rechnen“, so Lembcke. Doch es gebe technische Möglichkeiten für eine Lösung. Zudem sei die Erteilung bestimmter Auflagen für die späteren Nutzer denkbar. Hierzu gehöre freilich nicht ein von Pro Umwelt in besagter Studie offeriertes Anbauverbot für bestimmte Pflanzen, wie etwa Spargel und Mohrrüben. Denn deren Wurzeln könnten im Untergrund verborgene polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) aufnehmen, denen ein hohes Gesundheitsrisiko nachgesagt wird. Das Verbot zum Anlegen eines Hausbrunnens hingegen sei durch das Baugesetzbuch gedeckt.

Am 19. September soll die Wolgaster Stadtvertretung einen Beschluss über das weitere Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 21 „Wohnpark Am Fischmarkt II“ im Zusammenhang mit der vorgelegten Studie fassen. Georg Lembcke hält dies für verfrüht. Denn: „Bisher haben wir in Abstimmung mit den Trägern öffentlicher Belange die optimale Lösung noch nicht festgelegt.“

Wie die PAK-Belastungen einst auf das Grundstück, dessen Eigentümerin die LEG MV ist, gelangten, ist unklar. Möglich ist, dass Abprodukte aus dem bis 1945 auf der nahen Schlossinsel angesiedelten Gussstahlwerk hier abgelagert wurden. Zu DDR-Zeiten befand sich dann der Kreisbauhof auf dem Gelände. Der Bebauungsplan der LGE MV, in der das Land MV und die Landgesellschaft MV Gesellschafter sind, sieht die Errichtung von zehn zweigeschossigen Gebäuden mit insgesamt 28 Wohneinheiten vor.

Tom Schröter

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