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Usedom Ückeritz: Bald Biowelt im Gewerbegebiet
Vorpommern Usedom Ückeritz: Bald Biowelt im Gewerbegebiet
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00:00 28.07.2016

Die Vorbereitungen für ein interaktives Museum im Ückeritzer Gewerbegebiet gehen in eine neue Phase. Investor Clas Schröder hat dem Gemeinderat kürzlich seine Pläne für eine Biowelt vorgestellt und bereitet jetzt die konkrete Bauplanung vor.

Wie berichtet, plant der Fehmaraner, der auf seiner Heimatinsel bereits vier Museen und auf Rügen die „Experimenta – ein Museum zum Anfassen“ betreibt, an der B 111 in Ückeritz ein naturkundliches Museum mit dem Schwerpunkt auf interaktive Angebote. „Auf Usedom will ich ein neues Konzept umsetzen“, sagte Schröder gestern gegenüber OZ. Auch wenn es dabei um einen anderen Ansatz gehe, würden Teile aus den Themen der vier Fehmaraner Ausstellungen einfließen. „Gerade sind wir dabei, im Gespräch mit der Gemeinde Details für den B-Plan-Entwurf abzustimmen“, so Schröder. Während der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend erläuterte Bürgermeister Gerd Gamradt (CDU) einen dabei ausgehandelten Kompromiss für die Parkplatzgestaltung, die Gamradt mit der am Koserower Kaufhaus Stolz verglich. Außerdem seien Gestaltungsfragen der Fassade besprochen worden. Dem Ansinnen der Gemeinde, im Gewerbegebiet möglichst keinen „fensterlosen Klotz“ entstehen zu lassen, war Schröder mit Einwänden zu den für ein Museum vorteilhaften Lichtverhältnissen begegnet, die Fenster weitestgehend ausschließen. Für die Berücksichtigung der Gemeindebelange sieht Gamradt im Zuge des städtebaulichen Vertrages zum Bebauungsplan Spielraum.

Seit mehr als zehn Jahren plant Clas Schröder ein Museum im Ückeritzer Gewerbegebiet. Im Zuge parallel entstandener Konkurrenzausstellungen und verschärfter baurechtlicher Vorschriften änderten sich Inhalt und Standort. 2007 ließ der Fehmaraner zunächst zur Überbrückung in einem mobilen Ausstellungszelt 150 Tonnachbildungen der 2200 Jahre alten Krieger des ersten chinesischen Kaisers aufmarschieren. Die Ausstellung hat bis heute Bestand. Durch einen Flächentausch erreichte er außerdem, dass sein neues Museum direkt an der B 111 errichtet werden kann, so dass die Gefahr einer späteren baulichen Verdeckung aufgehoben ist. Seine jüngsten Pläne, noch 2016 mit dem Bau zu beginnen, bewertet Schröder inzwischen als unrealistisch. „Es sind einfach noch zu viele Details zu klären. Ich möchte aber nach wie vor so schnell wie möglich bauen.“

Angelika Gutsche

OZ

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