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Ückeritz hat wieder die Wahl: Bürgermeister gesucht

Ückeritz Ückeritz hat wieder die Wahl: Bürgermeister gesucht

Mit Franz Wöllner und Axel Kindler gibt es am 29. Januar 2017 zwei Bewerber

Ückeritz. Seit gestern 16 Uhr steht fest: Ückeritz’ neuer Bürgermeister heißt entweder Axel Kindler oder Franz Wöllner. Der im Anschluss an das Ende der Bewerbungsfrist tagende Gemeindewahlausschuss hat entschieden, dass beide die Voraussetzungen an einen Bürgermeister erfüllen und sie für den 29. Januar als Einzelbewerber zur Wahl zugelassen.

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Mit Franz Wöllner und Axel Kindler gibt es am 29. Januar 2017 zwei Bewerber

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CDU im Ostseebad in Personalnot

Zur Kommunalwahl 2014 wählten die Ückeritzer einen CDU-Bürgermeister und eine CDU-Fraktion mit vier Abgeordneten. Nach Rücktritten von Bürgermeister Gerd Gamradt, seines Stellvertreters Enrico Krohn und Andreas Roletschkes und Verzichtserklärungen potenzieller Nachrücker konnte nur einer der beiden CDU-Sitze neu nachbesetzt werden. Der Bürgermeister wird neu gewählt.

Axel Kindler (42), EU-Energieberater, verheiratet, ein Kind, sitzt seit 2014 für die SPD im Ückeritzer Gemeinderat. Sein Wissen als Energieberater kam Ückeritz bereits zuvor bei der Umstellung der örtlichen Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen zugute. Bei der Kommunalwahl 2014 bewarb er sich auch um das Bürgermeisteramt, unterlag aber mit 234 Stimmen Gerd Gamradt (CDU), der 332 Stimmen auf sich vereinen konnte. Dass er im Gemeinderat sitzt, entschieden die Ückeritzer 2014 mit 164 für Kindler abgegebenen Stimmen.

„Als Bürgermeister möchte ich wieder etwas Ruhe in die Gemeindearbeit bringen und für ein vernünftigeres Miteinander sorgen“, sagte Kindler gestern. Das wichtigste Ückeritzer Projekt sei für ihn der Campingplatz, vor allem die Sanitäranlagen müssten dringend modernisiert werden. Allerdings sollte sich die Gemeinde nicht zu viel vornehmen, um sich nicht zu verzetteln.

Ferner trete er für ein vernünftigeres Miteinander in der gesamten Gemeinde ein, das erste Vereinsfest sei 2016 dafür ein guter Anfang gewesen: „Der persönliche Hass muss aufhören.“

Wöllner (58), Diplomverwaltungswirt, ist verheiratet und hat ein Kind. Seit 2009 hat er für die Wählerinitiative „Gemeinsam für Ückeritz“ eins von zuletzt zwei Mandaten im Ückeritzer Gemeinderat inne und war zweiter Stellvertreter des Bürgermeisters. Bei der Kommunalwahl 2014 konnte er 117 Stimmen gewinnen.

In der lange in zwei Lager geteilten Vertretung stand er in vielen Entscheidungen der CDU-Fraktion des Bürgermeisters nahe. Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung haben ihn die nach den Rücktritten des ersten und zweiten Bürgermeisters verbliebenen Gemeindevertreter zum ersten Stellvertreter gewählt. Als solcher führt er bis zur Neuwahl am 29. Januar 2017 die Amtsgeschäfte. Aus den Erfahrungen der letzten Wochen zieht er seine Motivation, sich als ehrenamtlicher Bürgermeister zu bewerben. Wöllner, den regelmäßige Besucher von Gemeinderatssitzungen häufig als polarisierend wahrgenommen hatten, hat in den vergangenen Wochen mit der Beendigung des Rechtsstreits mit dem langjährigen Mitarbeiter im Eigenbetrieb und früheren Kurdirektor, Reno Reifert, und anderen umstrittenen Entscheidungen des Gemeinderats einen eher gemäßigten, um Lösungen bemühten Arbeits- und Verhandlungsstil angenommen. Nach sechswöchiger Praxis sagt er: „Das Bürgermeisteramt ist eine interessante Aufgabe. Wenn die Arbeit gut organisiert ist und der Gemeinderat vernünftig mitspielt, kann das Spaß machen.“

Die wichtigsten Aufgaben des Gemeinderats sieht Wöllner in der Neubesetzung der Stelle des Kurdirektors und der Wiederbesetzung der Ausschüsse: „Der Bürgermeister sollte dabei kein König, eher ein Moderator der Gemeindevertretung sein.“ Als solcher müsse er dazu beitragen, dass sich das Vertrauensverhältnis unter den Gemeindevertretern wieder bessert. Ganz wichtig ist auch ihm der Campingplatz, den er als zentralen Umsatzträger des Eigenbetriebs und der Gemeinde sieht, und für den er hofft, dass die Gemeindevertretung noch 2016 wichtige Investitionen beschließen kann.

Wöllner würde es schätzen, wenn Marco Biedenweg, dem Ambitionen auf das Bürgermeisteramt nachgesagt wurden, wieder an der Spitze des Hauptausschusses stehen würde. Biedenweg hat gestern auf OZ-Nachfrage ohne Benennung weiterer Gründe erklärt, er habe sich gegen eine Kandidatur entschieden.

Angelika Gutsche

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