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Usedom Ückeritzer feiern die Vielfalt der Kartoffelprodukte
Vorpommern Usedom Ückeritzer feiern die Vielfalt der Kartoffelprodukte
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00:00 10.09.2018
Frank Sohn aus Züssow war ein gefragter Mann. Sein Fachwissen zu den einzelnen Kartoffelsorten gab es beim Verkauf gratis dazu. Quelle: Fotos: Ingrid Nadler
Ückeritz

Auf das Kartoffelfest in Ückeritz freuen sich ganz viele Leute. „Es hat so etwas Gemütliches“, sagt Adelheid Fromholz, die mit ihrem Mann Paul am Sonnabend die Gelegenheit genutzt hat, hier und da ein Schwätzchen mit Bekannten zu machen. „Sonst trifft man sich ja nur noch kurz beim Einkaufen oder auf dem Friedhof.“

Ostseeschüler erarbeiten Geld, um gemeinsam auf Klassenfahrt zu gehen

Wieder waren es die Vereine, die dem Fest ihren Stempel aufgedrückt haben. Der Heimatverein hat eimerweise Kartoffelsuppe ausgeschenkt oder unter vollem Körpereinsatz in überdimensionalen Pfannen Puffer gebraten. Die Schlange der Wartenden wollte und wollte nicht abreißen.

Die Kartoffel war die Königin des Festes – in welcher Form auch immer. Und man kann mit ihr so herrliche Späße machen, wie um die Wette schälen, im Wettstreit Kartoffelsäcke heben, oder mit Stroh gefüllte Kartoffelsäcke schubsen, wie es die Kinder unter lautem Gelächter getan haben.

Der Händler Frank Sohn aus Züssow wiederum hatte einen guten Umsatz mit seinen Kartoffeln. Wer wollte, bekam von ihm Wissenswertes über mehlige oder festkochende Sorten gratis dazu.

Und natürlich gehören Kaffee und Kuchen zum Kartoffelfest. Dafür sorgten in bewährter Art und Weise die „Freunde der plattdeutschen Sprache“. Sie haben nach all den Jahren längst ihre Stammkunden.

Und weil der Kuchen so lecker ist, ließ sich so mancher auch noch ein Kuchenpaket für zu Hause einpacken.

Ein Stück weiter wuselten viele Jugendliche geschäftig hinter einem langen Ladentisch herum, auf dem Marmeladengläser, sauer eingelegtes Gemüse, feine Gestecke und auch hier eine große Kuchenauswahl platziert wurden. Schüler der beiden 10. Klassen der Ostseeschule haben all dies in ihrer Freizeit geerntet, gekocht und gebacken. „Wir wollen in zwei Wochen zu einer Klassenfahrt nach Italien starten“, erklärte Sophie Groth. „Das Geld kommt in die gemeinsame Klassenkasse“, ergänzte Lysann Bräuer. Lehrerin Sylvia Meenke wollte unbedingt noch auf René Steinhäuser verweisen. Der Vater von Justin hatte mit seiner Suppe dafür gesorgt, dass es in der Klassenkasse kräftig klimpert. Alle freuen sich nach diesem Einsatz nun umso mehr auf die Abschlussfahrt zum Gardasee.

Was aber wäre so ein Fest ohne Bühnenunterhaltung. Das Dreigestirn Bauer Hellwig, Bauchredner Eddy und der singende Gastwirt Sprotte hatten schon beim Frühschoppen für gute Laune gesorgt.

Umgestaltung geplant

Der alte Ückeritzer Kurplatz, auf dem traditionell das Kartoffelfest mit allerlei Kurzweil stattfindet, soll umgestaltet werden. Geplant sind eine neue Bühne, mehr Grün, Bänke und Spielgeräte.

Dafür sind im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes 100 000 Euro eingestellt. In der Gemeindevertretung sind Arbeitsgruppen gebildet worden, die sich mit der Gestaltung des Kurplatzes beschäftigen. Mit dem Kartoffelfest erinnern die Ückeritzer an einen Tag vor 267 Jahren, als die erste Kartoffel vom Pudaglaer Amtmann dem Ückeritzer Dorfschulzen übergeben wurde.

Ingrid Nadler

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