Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Ückeritzer liquidieren bisherigen Tourismusausschuss
Vorpommern Usedom Ückeritzer liquidieren bisherigen Tourismusausschuss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 20.06.2017

Im Bernsteinbad gibt es bis auf Weiteres keinen Ausschuss für Tourismus und Eigenbetrieb (ATE) mehr. Das entschieden die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich; bei fünf Ja-Stimmen und nur einer Enthaltung und einer Nein-Stimme fiel das Votum klar aus. Die ATE-Aufgaben werden nun vom Hauptausschuss wahrgenommen, dem Bürgermeister Axel Kindler (parteilos) vorsteht. Die Gemeindevertreter einigten sich damit auf eine von mehreren Varianten zur Fortsetzung der Arbeit, die Marco Biedenweg erarbeitet hatte.

Hintergrund für diesen Schritt, den vor Monaten auch Trassenheide vollzogen hatte, waren Meinungsverschiedenheiten über die Arbeit des Ausschusses im zurückliegenden Halbjahr; hauptsächlich zwischen Bürgermeister Axel Kindler und seinem Vize Franz Wöllner. Bei umstrittenen Zuständigkeiten war es unterm Strich so, dass der ATE ein halbes Jahr lang gar nicht tagte. „Unhaltbar“, sagte Kindler, der allerdings bestätigt, dass die neue Regelung mit einem Verlust an Transparenz und Offenheit einher geht. Denn der Hauptausschuss tagt prinzipiell nicht öffentlich, und es ist auch kein sachkundiger Bürger im Gremium vertreten. „Wir werden aber versuchen, andere Mittel und Wege zu finden, um unsere Bürger über die Arbeit, Entscheidungen und Standpunkte möglichst zeitnah zu informieren“, kündigte Kindler an. Sein Hauptmotiv für das ATE-Aus aber war: „Wir hatten und haben einen Investitionsstau, müssen schnell und zielgerichtet handeln.“ Das sei nun durch die Arbeit des Hauptausschusses wieder gewährleistet.

Wöllner merkt auf seiner Homepage an, dass es erst der Arbeit des ATE zu verdanken sei, dass der Eigenbetrieb in jüngerer Vergangenheit Gewinne ausweist und ein Dorfshuttle eingeführt wurde.

Angesichts des Verlustes sachkundiger Meinung im Ausschuss und in Sachen Tourismus bedauert er den Schritt, spricht vielmehr von Macht und Einfluss, um die es womöglich gehe.

St. Adler

Mehr zum Thema

Seit Dienstag laufen die Wettkämpfe am Tannenberg in Grevesmühlen

15.06.2017

Niemand führte das Land und die CDU bisher länger als Helmut Kohl. Und er nutzte als Kanzler die einmalige Chance zur Wiedervereinigung. Doch es gab auch dunkle Seiten in seinem Leben.

16.06.2017

Helmut Kohl ist tot – nun beginnt für viele das Abschiednehmen. Vor seinem Haus wird deutlich, dass die Menschen unterschiedliche Dinge mit dem Mann verbinden, dem die Pfalz viel Aufmerksamkeit verdankt.

17.06.2017

Morgen Konzert in Wolgaster Petrikirche

20.06.2017

Das Seifenkistenrennen war einer der Höhepunkte beim Zirchower Kinderfest

20.06.2017

Ampelregelung in Zinnowitz soll in zwei Wochen wegfallen

20.06.2017
Anzeige