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Usedom Umgang mit Pegida: Uwe Bastian kehrt Piratenpartei den Rücken
Vorpommern Usedom Umgang mit Pegida: Uwe Bastian kehrt Piratenpartei den Rücken
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00:01 15.01.2015
Uwe Bastian

Dr. Uwe Bastian aus Papendorf bei Lassan will nicht mehr Mitglied der Piratenpartei Deutschland sein. Nachdem der Landesverband MV der Piraten am 8. Januar seine Mitglieder aufforderte, „ein Zeichen gegen fremdenfeindliche Demonstrationszüge wie ,Pegida‘ zu setzen, formulierte Bastian postwendend eine „Offizielle und endgültige Austrittserklärung“ aus der Partei. In seinem Schreiben an die Piratenpartei rechnet der promovierte Philosoph und Soziologe mit der Gesellschaft als Ganzes ab. „Die Piratenpartei“, so äußert sich Bastian, „befindet sich offenkundig mit dem Verband der Großindustriellen, der SPD, den Grünen, der Stasi- und Großgrundbesitzerpartei (Die Linke), den gleichgeschalteten Medien, dem katholischen und evangelischen Klerus sowie der Bundeskanzlerin (Bezug Neujahrsansprache, Pegida, Russland-Passus war dabei o.k.) vereint gegen den demokratischen Grundkonsens, gegen die politischen Grundrechte insbesondere gegen das Presse- und Versammlungsrecht.“

Was den Umgang mit der islamkritischen Pegida-Bewegung angeht, werde „durch die benannten Stellen eine legitime und unabhängige Bürgerbewegung auf dümmlichste Weise diffamiert und als rechtspopulistisch denunziert“, meint Bastian und fragt an: „Ist es berechtigt, wie unter der SED-Diktatur die Nazi-Keule zu schwingen, immer wenn jemand seine kritische Stimme erhebt? Ist es berechtigt, sich dabei die Trittbrett fahrenden Neonazis zunutze zu machen?“ Einer Partei, die derartigen Terror unterstütze, könne er nicht länger angehören, so der 57-Jährige weiter. Sein Tipp:

„Löst euch am besten wegen allgemeiner politischer, historischer und intellektueller Inkompetenz als Partei auf.“

Bastian hatte im September 2013 als Mitglied der Piratenpartei für den Bundestag kandidiert. In diese Partei, so sagte er damals, sei er eingetreten, „weil wir in der Bundesrepublik sonst keine richtige Opposition mehr haben.“ Es gehe um die Verteidigung der persönlichen politischen Rechte.



ts

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